Michel Hömke hat im Pflegezentrum Münster viel bewegt. Foto: Edgar Rehberger - Edgar Rehberger

Fünf Jahre lang leitete Michel Hömke das Pflegestift in der Schussengasse. Dabei hat er viel bewegt, Umbau und Sanierung auf den Weg gebracht. Jetzt übernimmt er neue Leitungsaufgaben.

MünsterNach fünf Jahren verlässt Michel Hömke das Pflegestift Münster. „In der Zeit haben wir einiges hingekriegt“, sagt der Heimleiter. In der Tat. Der 33-Jährige hinterlässt sichtbare Spuren und großen Eindruck. Er hat den Umbau und die Sanierung des Alten- und Pflegeheims in der Schussengasse in die Wege geleitet. Von der Planung über die Freigabe bis zur Umsetzung hat er das Vorhaben begleitet. Zwei der drei Bauabschnitte sind abgeschlossen. „Der dritte wird wohl im April oder Mai fertig sein,“ beschreibt Hömke. „Es ist schön geworden.“ Umbau bei laufendem Betrieb ist für die Bewohner und Mitarbeiter kein Zuckerschlecken. „Alle haben wunderbar mitgezogen.“ Hömke hat alle Maßnahmen kommuniziert. Das war ihm sehr wichtig. „Ich habe viele Gespräche geführt, innen wie außen.“ Der Kontakt mit den Menschen steht bei ihm weit oben.

Notwendig wurde der Umbau durch die Landesheimbauverordnung, nach der Doppelzimmer in Altenheimen in Einzelzimmer umgewandelt werden mussten. Das Pflegestift hat dies frühzeitig in die Wege geleitet, dadurch aber auch Heimplätze verloren. Nach Fertigstellung stehen 75 Bewohnerzimmer, 55 Wohnungen im Betreuten Wohnen und 33 Personalwohnungen zur Verfügung. Für Paare gibt es so genannte Schmetterlingszimmer. Diese haben einen gemeinsamen Flur, die beiden Zimmer sind über eine Tür miteinander verbunden. Drei davon gibt es.

Hömke legte auch Wert auf Öffnung des Hauses. „Wir sind jetzt gut im Bezirk und der Gemeinde vernetzt.“ Was ihm wichtig ist. „Wir haben im und als Team viel erreicht.“ Das Verhältnis unter den Beschäftigten sei sehr gut. Daher sorgte auch die Ankündigung seines Abschieds zum Jahresende für lange Gesichter. „Sie sind alle traurig, dass ich gehe.“ Seine gute Arbeit in Münster hat sich auch bei Dienste für Menschen, dem Träger des Pflegezentrums, herumgesprochen. „Ich wurde gefragt, ob ich neue Leitungsaufgaben übernehmen will.“ Also geht er im kommenden Jahr die nächste Herausforderung an. Wie schon in Esslingen, wo er vor dem Einsatz in Münster tätig war. Dort führte er die Wohnbereiche zusammen.

Hömke hat auch viel auf den Weg gebracht. Denn konzeptionell tue sich nächster Zeit einiges. Neue Verordnungen etwa beim Wohnkonzept stehen an, was auch Auswirkungen auf die Arbeits- und Dienstzeiten hätte. „Die ändern sich dann.“ Nach dem dritten Bauabschnitt soll noch das Erdgeschoss umgestaltet werden. „Das Baugesuch läuft, ist aber noch nicht durch.“ Dadurch sollen die Einrichtung geöffnet und die Begegnungsstätte erweitert werden. Dies wird dann seine Nachfolgerin übernehmen. Denn mit Doris Löhr ist jetzt bekannt, wer den Posten zum 1. Januar übernimmt. „Ich werde sie in der Einarbeitungszeit begleiten und meine volle Unterstützung zukommen lassen.“ Denn das Haus und die Region liegen Michel Hömke sehr am Herzen. Eine gute Einarbeitung und die Weiterführung der eingeleiteten Prozesse seien wichtig. „Meine Nachfolgerin wird ihren eigenen Stil haben und es so machen, wie sie es für richtig hält.“ Er werde den Umbau weiterverfolgen und bei Fertigstellung auch gerne vorbeikommen.

Ein Ziel hat er nicht erreicht: einen zweiten Standort in Münster. „Das blieb mir verwehrt.“ In der Enzstraße war alles schon angerichtet, die Planungen weit fortgeschritten, ehe aus Lärmschutzgründen das Aus kam. Bedarf gebe es, weil ja aus den ursprünglich 116 Plätzen jetzt nur noch 75 bleiben. Diese sind alle belegt. „Meiner Nachfolgerin wünsche ich einen positiven Bescheid.“

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