Dagmar Wenzel verleiht Martin Ströbel die Ehrenmünze der Stadt. Foto: Mathias Kuhn - Mathias Kuhn

Überraschung für Martin Ströbel. Untertürkheims Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel überreichte dem Leiter des CVJM Posaunenchors die Ehrenmünze für sein Engagement.

UntertürkheimDass Untertürkheims Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel am Jubiläumsabend des CVJM-Posaunenchors das Wort für eine Laudatio ergreift sowie dem Chorleiter Martin Ströbel stellvertretend einen Scheck der Stadt überreicht – damit hatte die Festgemeinde gerechnet. Als Wenzel danach aber Ströbel nicht von der Bühne gehen lassen wollte, verblüffte die Anwesenden. Dabei hatte Wenzel einen guten Grund: eine Urkunde und eine kleine Schatulle mit der Ehrenmünze der Stadt. Die Stadt wolle nämlich nicht nur vorbildliche Vereine, sondern vor allem rührige Menschen ehren, die sich ehrenamtlich einsetzen. Ströbel sei das Paradebeispiel für eine Person, die sich in den Dienst einer Sache stelle und Verantwortung übernehme. Der Untertürkheimer trat als Teenager 1974 in den CVJM-Posaunenchor ein und gehörte bereits drei Jahre danach als Jungbläser dem großen Chor an. Seine Liebe galt – und gilt immer noch – dem Musizieren. Mit Leidenschaft feilt er noch heute an seiner Technik, lässt sich von Profis unterrichten. Dennoch: Als 1996 ein Nachfolger für Günter Sauter als Chorleiter gesucht wurde, „sah er es als christlichen Auftrag an, sein Instrument ruhen zu lassen und im Alter von 34 Jahren Verantwortung zu übernehmen“, zollte Wenzel ihm Respekt.

Mit viel Hingabe und Fingerspitzengefühl für jeden seiner Bläserinnen und Bläser, schaffe er es, aus dem Zusammenspiel verschiedener Musikerpersönlichkeiten einen wohlklingenden Klangkörper zu formen. Zusätzlich zu den vielen Übungsabenden, Konzerten und sonstigen Terminen bereite Ströbel seit 24 Jahren die Auftritte daheim vor und kümmere sich um andere Aufgaben des Posaunenchores. „Das ist ein unglaublicher Zeitaufwand, mit dem sie sich in den Dienst der Musik und des Posaunenchors stellen. Als Anerkennung für diesen Einsatz erhalten sie die Ehrenmünze der Stadt verliehen“, gratulierte Wenzel unter dem frenetischen Applaus seiner Chormitglieder dem verdutzten Ströbel.

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