Alphornbläser aus dem Allgäu unterhielten beim Damen- und Männerwasen. Foto: Edgar Rehberger - Edgar Rehberger

In diesem Jahr wurden der Damen- und Männerwasen an einem Tag durchgeführt. Aber erst zu später Stunde wurde im Göckelesmaier-Zelt zusammen gefeiert. Zur Unterhaltung spielten Alphornbläser auf.

Bad CannstattBereits zum zwölften Mal hatte Festwirt Karl Maier zum Männerwasen geladen. „Ich freue mich, dass ihr heute Lust habt, mit mir zu feiern“, begrüßte er die 200 Männer. Zwei Jahre Vorsprung hat seine Frau Daniela mit dem Damenwasen. Dieser fand schon zum 14. Mal statt. In den vergangenen Jahren wurden beide Termine getrennt voneinander durchgeführt. „In diesem Jahr haben wir sie auf einen Tag gelegt.“ Das habe den Vorteil, so seine Begründung, dass die Paare gemeinsam kommen, und „im Idealfall“ wieder gemeinsam gehen könnten. Gedacht war daran, zu späterer Stunde beide Veranstaltungen zu vermischen. Zu diesem Zweck war eine Glocke am Zugang an der 0711-Loge angebracht, in der die Männer feierten. „Wenn ich sie läute, können wir uns mischen.“ Dies stieß in der Männerrunde, in der sich unter anderem Stuttgarts Erster Bürgermeister Fabian Mayer, , Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden Württemberg Stiftung, Ex-Turner und Bundestagsabgeordneter Eberhard Gienger, Klaus Vogt, Präsident Kolping-Bildungswerk, Brauchtumsexperte Wulf Wager und Modedesigner Winnie Klenk befanden, zunächst auf wenig Gegenliebe.

„Wir Männer sind mit wenig zufrieden“, beschrieb der Festwirt Maier. „Bei den Damen ist das anders. Da geht es strenger zu. Die kommen früher zum Termin, um ihr Täschchen an den richtigen Tisch zu platzieren.“ In diesem Jahr war Allgäu Thema. Alphornbläser aus dem Allgäu begrüßten die Damen und spielten später bei den Männern auf. Die Männer bekamen als Begrüßungsbier eine Flasche Allgäuer Büble. Auch wieder dabei war Monkeys 47, der Gin aus dem Schwarzwald und als Programmpunkt der Fassanstichwettbewerb, für den Karl Maier diesmal Oli Holtz und Jim Kohn ausgewählt hat. Kohn benötigte nur einen Schlag. Das war natürlich nicht zu toppen. Verzichten mussten die Männer an diesem Abend auf den Barbier. Für „diese lieb gewordene Tradition“ fehle in der Loge schlicht der Platz.

Die Damen feierten ausgelassen zu DJ-Musik. Eine Glockenspielerin zeigte zwischendurch zwei Mal ihr Können. Damen- und Männerwasen fanden zu später Stunde dann doch noch zusammen.

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