Die Eingangstüren im Bürgerhaus Neugereut werden nicht umgebaut. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Die Eingangstüren im Bürgerhaus Neugereut werden nicht umgebaut. Die Jugendhaus gGmbH lehnt den Einbau von Bewegungsmeldern ab.

NeugereutJana Schuster und Johannes Jäger von der SPD-Mühlhausen hatten in einem Antrag gefordert, dass die Eingangstüren im Bürgerhaus Neugereut so umgebaut werden, dass sie mittels Bewegungsmelder sich öffnen lassen, um die Funktionsfähigkeit zu sichern und behindertengerecht zu sein.

Denn: Die Eingangstüren sind mit Drucktasten ausgestattet, die bereits kaputtgegangen sind. So ließen sich die Türen nur noch von Hand öffnen. Die Sozialdemokraten hatten erklärt, dass dies nicht behindertengerecht sei. „Das System mit den Türöffnungsdrückern sei für Rollstuhlfahrer ohnehin nur schwer zu bewältigen“, so die Antragssteller, „von Menschen ohne Beeinträchtigung wurden die Türen überwiegend von Hand aufgemacht, da die Drucktasten übersehen wurden.“ Durch diese dauernde unsachgemäße Behandlung sei das System nun nicht mehr funktionsfähig. Deshalb sah die SPD eine Lösung des Problems durch ein Bewegungsmeldersystem.

Ingo-Felix Meier, Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH hat nun auf den Antrag geantwortet. Er verweist darauf, dass die Tür bereits bei einem Termin mit Jana Schuster gesichtet worden sei. Es seien Für und Wider der möglichen Lösungen grob angesprochen worden. Nach einer weiteren Sichtung und Rücksprache mit Sachkundigen teilte Meier mit, dass es keine andere, bessere Lösung gebe, die hier umsetzbar sei. Diese Türöffnungssysteme seien auf dem aktuellen Stand der Technik. „Sie kommen bei all unseren behindertengerechten Zugängen zum Einsatz“, erklärt Meier. Türen mit Bewegungsmeldersystemen würden andere Vor- und Nachteile bergen. Sie würden sich zudem als deutlich kostenintensiver in der Wartung zeigen.

Dass falsche Handhabung zum Defekt der Drucktasten führte, bedauerte Meier. Gegebenenfalls könnte man die Wahrnehmung der Drucktasten und der Hinweis auf Nutzung auch durch Nichtbehinderte optisch verbessern. Meier betonte, dass die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH als ehemaliger Bauherr, Träger und Kooperationspartner an einer Optimierung, auch nachträglich noch interessiert sei, umzusetzen. Bewegungsmelder seien hier jedoch keine geeignete Maßnahme. Die Umsetzung sei, so Ingo-Felix Meier, zudem aus den finanziellen Reserven nicht möglich sowie die zu erwartenden Wartungskosten für das Unternehmen nicht abzudecken. Jana Schuster erklärte auf Nachfrage, dass die Eingangstüren des Bürgerhauses repariert worden seien. Das Hitze- und Zugangsproblem vom Bistro zum Marktplatz gebe es immer noch. Auch hier hatte die SPD vor einiger Zeit Verbesserungen gefordert, nämlich einen direkten Zugang vom Bistro zum Marktplatz und einen besseren Sonnenschutz. „Bezüglich der Schiebetüren und der Sonnenschutzfolien gibt es leider noch nichts Neues. Inwieweit das in den Haushaltsberatungen zur Sprache kommt, müssen wir abwarten“, so Schuster. Die Hitze im Sommer sei unerträglich, auch für das gesamte Team des Bistros samt Leitung des Stadtteil- und Familienzentrums.

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