Die Lourdes-Grotte hat eine Info-Tafel erhalten. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Rund um die St. Barbara-Kirche gibt es für Spaziergänger viel zu entdecken. Unter anderem finden sich dort einige Grabtafeln, die in den letzten Jahren restauriert und teilweise neu gesetzt wurden.

Hofen Rund um die St. Barbara-Kirche gibt es für Spaziergänger viel zu entdecken. Unter anderem finden sich dort einige Grabtafeln, die in den letzten Jahren restauriert und teilweise neu gesetzt wurden. Zusätzliche Infotafeln erläutern jetzt dem Besucher die besonderen Gedenkorte.

Zuletzt wurde auch die Lourdes-Grotte mit einer kleinen Tafel versehen. Diese zusätzlichen Erklärungen waren nötig, so jedenfalls der Hofener Peter Harrer. Denn die St. Barbara-Kirche wird regelmäßig von vielen Wallfahrern besucht. Die hilfreiche Ergänzung des geschichtsträchtigen Orts in Alt-Hofen wurde vom Kirchengemeinderat St. Barbara gefördert. Denn im Jahr 2017 konnte die Lourdes-Grotte ein stolzes Jubiläum feiern. Sie wurde 130 Jahre alt. Damals wurde die Lourdes-Grotte 130 Jahre alt. Sie ist eine ganz besondere Station zum Innehalten und ein Gedenkort, stets geschmückt mit Kerzen, Blumen, Tannenzweigen.

Die Lourdes-Grotte ist laut Info-Tafel von Bruno Lambert gestiftet worden. Diese besondere Besinnungsstätte ist am 20. November 1887 durch den damaligen Pfarrer Theophil Faßnacht im Beisein von Pfarrer Jakob Jettinger aus Oeffingen und Stadtpfarrer Eugen Keppler aus Bad Cannstatt unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht worden. Die Wurzeln der Grotte – nomen est omen – liegen im französischen Lourdes. Dort soll die 14-jährigen Bernadette Soubirous zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli 1858 an der Grotte von Massabielle bei Lourdes insgesamt 18 Muttergottes-Erscheinungen gehabt haben. Noch immer reisen viele Pilger nach Lourdes, einem kleinen Ort in Frankreich am Fuße der Pyrenäen. Darunter auch viele Kranke und Behinderte. Berühmt wurde Lourdes auch durch sogenannte Wunderheilungen.

Der Spender der Grotte bei der St.Barbara-Kirche, Bruno Lambert, ist ein Vorfahre der Hofener Familien Beißwanger, Gruber und Streibig. Die Grotte wurde nach dem Vorbild in Lourdes errichtet. Es ist heute eine der ältesten Lourdes-Grotten-Nachbildungen in der seit dem Jahr 1828 bestehenden Diözese Rottenburg, die seit 1978 Rottenburg-Stuttgart heißt.

Und noch eine weitere Informationstafel verweist seit kurzem auf eine besondere Geschichte auf dem Alten Friedhof: Es geht um den Grabstein, der an der Mauer in Richtung Burgruine zu finden ist und ein Kreuz über der Tafel trägt. Es handelt sich um den Grabstein von Anselm Eisenbarth. Er war von 1871 bis zu seinem Tod 1881 Pfarrer in Hofen und wurde auf dem kleinen Friedhof beigesetzt. Die Grabstätte wurde jedoch im Jahr 1988 aufgelöst, um dort Pfarrer Bruno Kurfeß zu bestatten. Das Grabmal wurde dann auf den Alten Friedhof bei der St. Barbara-Kirche gebracht. „Dort ist das es nun mit der Info-Tafel versehen worden“, sagt Peter Harrer.

Lange Jahre hat sich auch der inzwischen verstorbene Hofener Ortshistoriker Friedrich Maurer vom Bürgerverein Hofen intensiv um diese Grabsteine gekümmert, die dort an der St. Barbara-Kirche entdeckt worden waren und wieder restauriert und lesbar gemacht wurden. Und auch Mechthilde Köder war hier aktiv, wenn es um den Erhalt und die Geschichte dieser Grabmäler ging.

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