Die für die Sommerrainschule typischen Pavillons werden bis Ende 2024 durch Neubauten ersetzt Foto: Edgar Rehberger - Edgar Rehberger

Stuttgarts größte reine Grundschule wird fit für die Zukunft gemacht. In der fünfzügigen Ganztagesgrundschule werden in diesem Schuljahr insgesamt 444 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Bad CAnnstattStuttgarts größte reine Grundschule wird fit für die Zukunft gemacht. In der fünfzügigen Ganztagesgrundschule werden in diesem Schuljahr insgesamt 432 Schülerinnen und Schüler in 18 Klassen zuzüglich einer Grundschulförderklasse mit zwölf Schülern unterrichtet. Der Schule – das Einzugsgebiet umfasst im wesentlichen Sommerrain und Bad Cannstatt – wird eine stabile Fünfzügigkeit vorausgesagt. Unter anderem entstehen auf dem ehemaligen Bettfedernfabrik-Gelände Wohnungen.

Trotz fehlender Ganztagesräume und schwieriger Mittagessensituation sei der Ganztag zum laufenden Schuljahr gut gestartet, schreiben die Bürgermeister Isabel Fezer und Dirk Thürnau in ihrer Vorlage zur Umstrukturierung im Bestand der Schule. „Die aktuellen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2019/2020 mit drei vollen Ganztagesklassen und zwei vollen Halbtagesklassen bestätigen den großen Bedarf nach einem Ganztagesangebot.“

Daher soll die Schule jetzt baulich den Anforderungen gerecht werden. Der Verwaltungsausschuss hat im Juli vergangenen Jahres den Grundsatzbeschluss zur Weiterplanung am Schulstandort beschlossen. Dies soll in zwei Bauabschnitten umgesetzt werden. Mit dem Bauabschnitt 1, der Neubau „Neue Mitte“, soll ab August begonnen werden. Vorbereitende Maßnahmen sind erfolgt. Fertig soll die „Neue Mitte“ im Sommer 2021 sein. Zum Schuljahr 2021/22 werden dann die Pavillons 1 und 2 frei, der Hortbetrieb ist ausgelaufen und alle vier Klassenstufen sind dann im Ganztagesbetrieb.

Dann geht es an Bauabschnitt 2. Im Winterhalbjahr 2021/22 sollen die notwendigen Baumfällungen vorgenommen und die Pavillons 1 und 2 abgerissen werden. Interimscontainer sind nicht notwendig, da der Bau 1, die ehemalige Volksschule, über die ganze Bauzeit komplett genutzt werden kann und die ehemaligen Horträume im Bau 3 umstrukturiert werden. Der Verwaltungs- und Küchenbereich des Hortes wird für die Ganztagsschule nutzbar gemacht.

Die ursprünglichen Bauabschnitte 2 und 3 für die abgerissenen Pavillons werden am Standort des 2. Bauabschnittes zusammengefasst. Es gibt dann einen Eingang vom Rosmarinweg. Das Gebäude ist über einen Aufzug über drei Etagen barrierefrei erreichbar. „Das Konzept für den 2. Bauabschnitt ist entwickelt, der Raumbedarf gedeckt“, führte Melanie Waldbüßer vom Schulverwaltungsamt aus.

Nach Abschluss des 2. Bauabschnittes, voraussichtlich im Sommer 2023, wird das Bestandsgebäude Bau 1 abgerissen. An dieser Stelle entsteht der Ersatz für die entfallenen Pausenhofflächen. Im Vorbereich ist ein definierter Wartebereich für Eltern vorgesehen, eine „Kiss and Go Zone“. Damit soll das Problem Elterntaxi eingedämmt werden. Abgeschlossen sein soll die gesamte Maßnahme zum Jahresende 2024. Die Kosten werden mit 13,8 Millionen Euro angegeben. Der Bezirksbeirat Bad Cannstatt stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

In einem dritten Bauabschnitt kann dann die stark sanierungsbedürftige und nicht normgerechte Turnhalle mit einer Übungseinheit durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden. Eine Beschlussfassung soll zur gegebenen Zeit erfolgen.

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