Die Neckarterrassen werden umgestaltet, begehbar und der Bereich aufgewertet. Foto: Stadt Stuttgart (z) - Stadt Stuttgart (z)

Seit Jahren wird eine Beleuchtung in der äußeren Austraße gefordert, jedoch immer wieder abgelehnt. Durch die Realisierung des Projekte Uferpark Austraße könnte der Wunsch endlich Wirklichkeit werden.

MünsterSeit Jahren wird eine Beleuchtung für die äußere Austraße in Münster gewünscht. Der Bereich ab der Elbestraße bis zu den gastronomischen Einrichtungen, der von Fußgängern und Freizeitsportlern gern genutzt wird, ist abends und nachts nicht beleuchtet. Bislang wurde jedoch der Wunsch nicht umgesetzt. Landschaftsschutzgebiet und Schutz der Tiere wurden von der Verwaltung als Gründe der Ablehnung angegeben. Jetzt könnte Bewegung in die Angelegenheit kommen.

Denn im Rahmen des Masterplanes „Erlebnisraum Neckar“ soll auch das Projekt Uferpark Austraße realisiert werden. Bereits 2017 wurde der Wasserspielplatz fertiggestellt. Ab 2022 sollen Austraße und Neckarufer aufgewertet und ein Neckarstrand angelegt werden. Weiterer Baustein war die Umsetzung eines Hangpfades, von dem jedoch aus Sicherheitsgründen Abstand genommen wurde. Dafür sollen die Neckarterrassen aufgewertet werden. Durch Sanierung und Verbreiterung der Treppe wird das Grundstück zugänglich, zwei Aussichtsterrassen auf unterschiedlichen Ebenen ermöglichen dann einen Blick über den Neckar und den Max-Eyth-See. Wesentlicher Bestandteil stellen die Sanierung und Ergänzung der vorhandenen Weinbergmauern dar. Das landschaftsprägende Kulturgut und gesetzlich geschützte Biotop Weinbergmauer soll so langfristig gesichert werden.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik stimmte dem Konzept und der Kostenermittlung in Höhe von 400 000 Euro einmütig zu. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt soll jetzt die Ausführungsplanung konkretisieren und die Maßnahme ausschreiben.

CDU-Stadträtin Beate Bulle-Schmid unterbreitete dabei den Vorschlag, dass es im Rahmen dieser „sehr schönen Aufwertung des Bereiches“ doch an der Zeit wäre, an eine Beleuchtung der äußeren Austraße zu denken. Dies sei weiter ein Thema, auch wenn es immer wieder abgelehnt worden sei. „Denkbar wären Bewegungsmelder mit umweltfreundlicher Beleuchtung“, so die Stadträtin. Dies würde das subjektive wie objektive Sicherheitsgefühl positiv beeinflussen. Daher soll dies doch mit in die Planung aufgenommen werden. Dies sei in der Prüfung, sicherte Volker Schirner, der Leiter des Garten-, Friedhof- und Forstamtes, zu. Er verwies dabei auf den Travertinpark, wo diese Art der Beleuchtung erfolgreich umgesetzt wurde.

Der Masterplan „Erlebnisraum Neckar – Stadt am Fluss“ wurde erstellt mit dem Ziel, Einzelmaßnahmen wie eine Perlenkette zu bündeln, um das Erleben der Flusslandschaft des Neckartales zu verbessern. Einer der Maßnahmen stellt das Projekt Auwiesen/Renaturierung Wagrainäcker dar. Dabei soll ein Verbindungsbauwerk, ein begehbarer Schacht, zwischen Neckar und Feuchtbiotop sowie eine Fischkinderstube am Neckar hergestellt werden. Verschiedene Ufer, eine barrierefreie Aussichtskanzel und Treppen zu einem weiteren Aussichtspunkt auf die Wasserfläche sind vorgesehen. Auch ein Neckarbalkon ist geplant. Baubeginn soll Ende 2021 sein. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik stimmte dem Vorhaben der Verwaltung einstimmig zu, das Büro Planstatt Senner zu beauftragen, Anpassungen, eine Umweltverträglichkeitsstudie sowie eine Entwurfsplanung durchzuführen.

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