Das Projekt Foto: Visualisierung: Baugenossenschaf - Visualisierung: Baugenossenschaft Münster

Die Baugenossenschaft Münster hat erstmals in ihrer 100-jährigen Geschichte die 25-Millionen-Euro-Grenze in der Bilanzsumme überschritten. Die Genossenschaft zieht eine positive Bilanz.

MünsterDer Baugenossenschaft Münster (BGM) ist es im vergangenen Jahr gelungen, ein positives Ergebnis für die Genossenschaft und ihre 1220 Mitglieder zu erwirtschaften. Dies verkündete der Vorstandsvorsitzende Michael Rosenberg-Pohl bei der Mitgliederversammlung im Feuerwehrmuseum. „Dies liegt trotz der erheblichen Investitionen im Durchschnitt der letzten Jahre und ist ein sehr gutes Ergebnis angesichts stetig steigender Bauhandwerker- und Bewirtschaftungskosten.“

Die BGM hat zum ersten Mal in ihrer 100-jährigen Geschichte die 25-Millionen-Euro-Grenze bei der Bilanzsumme überschritten. Sie lag bei 25,16 Millionen Euro. Die durchschnittliche Miete betrug zum 31. Dezember 2018 in der Baugenossenschaft, bezogen auf die gesamte Wohnfläche, 7,60 Euro pro Quadratmeter im Monat. „Damit liegen wir im Schnitt erheblich unter den möglichen Werten des Stuttgarter Mietspiegels, der derzeit bei circa 14,50 Euro pro Quadratmeter gemäß den Angebotsmieten in der Landeshauptstadt Stuttgart liegt. Im Mittel verlangen wir somit rechnerisch lediglich rund 48 Prozent der Marktmiete in Stuttgart. Dabei orientieren wir uns am Mittelwert des aktuell gültigen Mietspiegels.“

Für die Bestandserweiterung, Modernisierung und Instandhaltung der BGM-Gebäude und Wohnungen wurden im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen in Höhe von 3,78 Millionen Euro getätigt. Schwerpunkt der Modernisierungstätigkeit war das Projekt „Strangmodernisierung - 2. Bauabschnitt“ im Hochhaus Wallensteinstraße 25 in Freiberg. Dabei wurden sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen in dem Gebäude als auch den 50 Wohnungen erneuert und danach die Bäder und Küchen neu gestaltet. Die Warmwasseraufbereitung über dezentrale Warmwasserbereiter in den Küchen wurde durch eine zentrale Warmwasserversorgung ersetzt. Sechs Wohnungen wurden umfassend renoviert und mit neuen Einbauküchen (Möbel und Elektrogeräte) ausgestattet. Die Arbeiten konnten im bewohnten Zustand ohne größere Zwischenfälle durchgeführt und fristgerecht abgeschlossen werden. „Die positiven Erfahrungen bei der Vermietung, bewirkt durch den letzten Neubau sowie den grundlegenden Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäuden, hat uns bewogen den eingeschlagenen Weg der Bestandsmodernisierung und Erneuerung beizubehalten.“ So hat die Baugenossenschaft Münster in den letzten fünf Jahren 12,46 Millionen Euro in den eigenen Bestand investiert.

Das Baugesuch für sechs Wohnungen mit Stellplätzen in der Wilnaer Straße 34 in Mühlhausen wurde 2018 bewilligt. Baubeginn war im Juni 2018, bis Jahresende waren der Rohbau und das Dach fertiggestellt, wurde mit dem Einbau der Fenster und dem Innenausbau begonnen. Der Erstbezug soll noch diesen Monat erfolgen. Baubeginn für den dritten Bauabschnitt in der Wallensteinstraße 25 mit sechs Wohneinheiten erfolgte diesen April. Die Fertigstellung ist für März 2020 vorgesehen. Ein weiterer Neubau ist auf dem Garagenhof in der Balthasar-Neumann-Straße in Freiberg für 2020 vorgesehen.

„Die Baugenossenschaft Münster wird auch in den nächsten Jahren den eingeschlagenen Kurs der Bestandspflege und Erweiterung fortsetzen“, betonte Rosenberg-Pohl. „Unser Wohnungsbestand ist gepflegt und größtenteils zeitgemäß. Wir blicken, auf Grund der bereits vorgenommenen Modernisierungen sowie geplanten Investitionen, positiv in die Zukunft.“

Bei der Mitgliederversammlung wurde auch Herbert Weigelt verabschiedet, der nach 30 Jahren Tätigkeit im Vorstand auf eigenen Wunsch ausscheidet. „Herbert Weigelt hat in der Nachfolge des Vorstandsmitglied Ewald Nuding die Baugenossenschaft Münster in den 21 Jahren als Vorstandsmitglied und davor neun Jahre als ehrenamtliches Mitglied im Aufsichtsrat beispiellos gelenkt und geprägt“, lobte der Vorstandsvorsitzende. „Er hat ein Stück Geschichte unserer Genossenschaft mitgeschrieben.“

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