Rektor Detlef Storm verlässt nach elf Jahren die Steinenbergschule. Foto: Kuhn - Kuhn

Nach elf Jahren als Rektor verlässt Detlef Storm die Hedelfinger Steinenbergschule. Er sucht neue Herausforderungen und wechselt an die Rosensteinschule, eine Grund- und Werkrealschule.

HedelfingenSeit Freitag ist es offiziell: Nach elf Jahren als Leiter der Steinenbergschule wechselt Detlef Storm zum Schuljahresbeginn zur Rosensteinschule. „Nachdem im vergangenen Jahr der letzte Jahrgang der Werkrealschüler mit einer Finissage verabschiedet wurde und eine Vernissage in weite Ferne gerückt ist, habe ich eine persönliche Bilanz gezogen und mich entschieden, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen“, erklärt der 55-Jährige. Er spielt damit auf die Hängepartie um die Zukunft der Steinenbergschule an. Während die Steinenbergschule mittlerweile als reine Grundschule geführt wird, ist die Schule im Stuttgarter Norden eine Grund- und Werkrealschule. „Eine reizvolle Aufgabe“, sagt Sturm. Gleichzeitig ist es ihm um die Zukunft der Hedelfinger Steinenbergschule nicht bang. „Der Standort im Grünen ist unvergleichbar, äußerst attraktiv, ruhig und ausbaufähig. Zudem besitzen das Kollegium und die Mitarbeiter so hohe Kompetenzen und identifizieren sich so stark mit dem Konzept, dass sich an dem von uns gemeinsam entwickelten Grundgedanken für die Ganztagsschule nichts ändern wird.“

Storm selbst schaut auf elf „rundum bewegte Jahre“ zurück. Die Umwälzungen waren enorm. „Die Steinenbergschule von heute ist nicht mehr so wie jene, als ich 2007 die Leitung übernahm.“ Damals war sie noch eine Vollschule mit Haupt- und Werkrealschule. In Storms ersten Jahren wurde bereits der Ganztagesbetrieb für die Grundschulklassen eingeführt. „Da es in Teilen der Bevölkerung Widerspruch gab, haben wir das Ganztageskonzept mit den Eltern und vielen Gruppen des Stadtbezirks aufgebaut“, erinnert sich Storm an engagierte und konstruktive Gespräche, die zu besonderen Hedelfinger Lösungen und einer engen Verzahnung mit dem Stadtbezirk geführt habe. Die Einführung des rhythmisierten Lernens von 7 bis 17 Uhr sei zwar eine Kraftanstrengung gewesen, aber mittlerweile von allen akzeptiert und verinnerlicht. Im Sport und musischen Bereich konnten lokale Vereine sowie Einrichtungen eingebunden werden, und in der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft habe man einen tollen Partner gefunden. „Deren pädagogische Fachkräfte haben einen ganz anderen Blick auf die Schüler – ein absoluter Mehrwert für jedes Kind.“ Darüber hinaus haben Storm Bautätigkeiten beschäftigt. Er erinnert an Bandschutzbestimmungen, die fast zum Schließen der Aula geführt hatten. „Und jetzt, wenige Tage, bevor ich die Schule verlasse, werden die Außenbereiche neu gestaltet und die modernisierte Sportanlage können übergeben werden, für die ich lange kämpfte“, freut sich Storm. Insofern verlasse er Hedelfingen mit Wehmut, aber der Gewissheit, gute strukturelle Voraussetzungen hinterlassen zu haben und ich hoffe, „dass die Weiterentwicklung des Standorts zügig vorankommt.“

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