Gerhard Veyhl freut sich, dass der Rosensteinbunker im Masterplan der Stadt Stuttgart mit eingeplant ist und hat erste Ideen zur Nutzung. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Der Cannstatter Gerhard Veyhl freut sich, dass der Rosensteinbunker im Masterplan der Stadt Stuttgart enthalten ist und hat erste Nutzungsideen für den Bunker.

Bad CannstattBezirksbeirat Gerhard Veyhl von den Freien Wählern freut sich: Der Rosensteinbunker ist mit im Masterplan der Stadt Stuttgart für die „Stadt am Fluss“ ab 2022 enthalten. Es sei auch in allen Entwürfen der Architekten erkannt worden, dass der Rosensteinbunker Bedeutung habe.

So sieht er die Möglichkeit, ab 2022 das städtische Eigentum des Rosensteinbunkers mit in den Planungs- und Verwirklichungsprozess einzubinden. Er stellt sich vor, dass im Bunker zwei Etagen geöffnet werden. Damit könne man den Bunker aktivieren. „Wir wollen hier einen Leuchtturm, stellvertretend für das Gesamtvorhaben Stadt am Fluss schaffen, damit endlich mal Signale kommen, jetzt geht es los“, sagt Veyhl. Er könnte sich vorstellen, dass auf den zwei Etagen die aktuellen Pläne gezeigt und kleinere Veranstaltungen stattfinden können. Es könnten sich Projektgruppen, Planer und alle Beteiligten treffen, so Veyhls Idee. Und der Rosensteinbunker bekommt einen Nutzen.

Baulich sähe er nur die Installation von zwei Toiletten und Warmwasser als notwendig an. Es solle so auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Bevölkerung teilnehmen kann und mit einbezogen wird. Der Rosensteinbunker solle damit seinen Standort als städtisches Projekt und Anlaufstelle bekommen. Er solle nicht ständig bespielt werden. Aber immer, wenn es etwas Neues gibt. Als nächstes könnte ja der Hechtkopf als Projekt Stadt am Fluss verwirklicht werden. Auch da könnte sich Veyhl vorstellen, dass die Pläne hier ausgestellt werden, damit sich die Bevölkerung informieren kann.

Auch für IBA 2027 nutzen

Auch für die Internationale Bauausstellung (IBA) könne man den Bunker nutzen, so die Idee von Veyhl. Er sei zentral gelegen. Es sei eine gute Möglichkeit zur Zwischennutzung. Damit werde der Rosensteinbunker Teil der Planung und werde zur Anlaufstelle für die Bevölkerung, möglicherweise betreut von einer Projektgruppe mit Vertretern aus Stadt, Planern und interessierten Bürgern. Auch Veyhl will weiter mitwirken. „Es ist für mich eine persönliche Perspektive, die Heimat und den Geburtsort weiterzuentwickeln“, sagt der 63-Jährige. Es soll auch eine Perspektive sein für ein Engagement in der nächsten Runde, wenn er nicht mehr aktiv im Berufsleben steht. Er würde dann auch gerne Potenziale seiner Altersklasse mit einbeziehen. Als Vorbild sieht er die National Trust Stiftung in England, in der viele Senioren arbeiten und jeder seine Aufgaben habe.

Derzeit liegen die Aufgaben beim Stadtplanungsamt. Sie entwickeln die Pläne des ersten Preises vom Planungswettbewerb weiter, den die Grünkraut Grünewelle Landschaftsarchitektur gewonnen hat in Arbeitsgemeinschaft mit silands/Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten. Im Neckarknie mit seinen drei Teilbereichen (Seilerwasen mit Schönestraße; Badstraße mit Kreuzungsbereich Badstraße/Rosensteinbrücke/Schönestraße und Wilhelmsbrücke sowie Rillingmauer mit Neckartalstraße) ist der Rosensteinbunker mit drin. Darüber freut sich Veyhl. Nun soll es eine verbindliche Planung geben, um das Umfeld anzupassen. Es soll einen Wettbewerb Mühlgrün geben und eine Planung Rosensteinufer. Je Teilbereich werde mit einem Planungszeitraum von rund zwei Jahren laut Verwaltung gerechnet. Es seien auch parallele Planungszeiträume möglich. Genehmigungsplanung und Sondergutachten dauern ein Jahr. Zielsetzung für alles in allem sei ein Beginn mit dem ersten Teilbereich im Anschluss an die Fertigstellung Rosensteinufer/Wilhelmavorfeld und einer Gesamtfertigstellung Zug um Zug bis 2035. Wie berichtet, hat die Freie-Wähler-Gemeinderatsfraktion einen Planungswettbewerb mit Cannstatter Architekten durchgeführt, der vielerlei Aspekte für eine Nutzung des Rosensteinbunkers betrifft. Das Wettbewerbsergebnis wurde auch im Kursaal den Cannstatter Bürgern präsentiert und auch im Bezirksbeirat vorgestellt.

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