Der Ersatzneubau für die Mensa ist im Bereich der Spielfläche (links) vorgesehen. Foto: Edgar Rehberger - Edgar Rehberger

Die Elise-von-König-Schule erhält einen Erweiterungsbau, in dem die neue Mensa unterkommt. Damit soll der fehlende Raumbedarf gedeckt werden. Für den Bau müssen Klettergerüst und Spielfläche weichen.

MünsterBei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2020/21 wurden kurz vor Weihnachten vom Gemeinderat auch die erforderlichen 6,39 Millionen Euro für den Erweiterungsbau der Mensa an der Elise-von-König-Schule bewilligt. Dabei soll auch eine Dachterrasse realisiert werden. Insgesamt sind für die Maßnahme 13,68 Millionen Euro an Kosten veranschlagt, wovon 7,29 Millionen Euro bereits finanziert sind.

473 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Elise-von-König-Schule, 192 in der Grundschule, 281 in der Gemeinschaftsschule. Die Prognosen für die kommenden Jahre weist eine Zweizügigkeit aus. Durch die Einrichtung der Ganztagesgrundschule zum Schuljahr 2015/16 und der Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2013/14) – die Elise-von-König-Schule war die erste Gemeinschaftsschule in der Landeshauptstadt – ist ein höherer Raumbedarf am Schulstandort entstanden, der durch die bestehenden Räumlichkeiten nicht gedeckt werden kann. Der Fehlbedarf soll in einem ersten Bauabschnitt durch einen solitären Neu- beziehungsweise Erweiterungsbau auf dem Schulgrundstück gedeckt werden. Darüber hinaus sollen die bestehenden Unterrichtsräume in späteren Bauabschnitten ans pädagogische Konzept der Schule angepasst werden.

Klettergerüst muss weichen

Der Erweiterungsbau soll im Schulhof im Bereich der Bewegungs- und Spielflächen umgesetzt werden. Klettergerüst und einige Spielgeräte müssen weichen. Die restliche Schulhoffläche bietet wegen des hohen Versiegelungsgrades kaum Rückzugsmöglichkeiten für ruhigere Aktivitäten. Freiflächen sind für Ganztagesschulen und besonders für die Primarstufe von großer Bedeutung. Sie sollen daher auf dem Dach des Neubaus umgesetzt werden. Geplant ist die Dachterrasse für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe, ausschließlich in Begleitung, für Ganztagesangebote oder Aktivitäten und Angebote im Rahmen des Unterrichts wie Lernen im Freien oder Lesen üben mit Lesepaten.

Der Erweiterungsbau mit der neuen Mensa im Erdgeschoss rückt so weit wie möglich an die Grundstücksgrenze. Die Belieferung der Küche erfolgt von der Murgtalstraße über eine Hebebühne sowie fußläufig über eine Rampe entlang der Grundstücksgrenze. Die Grundfläche des Gebäudes, das eine helle Klinkerfassade erhält, soll so kompakt wie möglich gehalten werden. Im Zuge des Neubaus wird auch der Außenbereich sowie Teile des Pausenhofes neugestaltet. Zwölf Bäume müssen für den Neubau gefällt werden. Ersatzbepflanzungen sind vorgesehen, acht davon auf dem Schulgrundstück.

Der derzeitige Zeitplan sieht die Baugenehmigung für das Frühjahr vor, so dass der Baubeschluss und auch der Baubeginn noch im vierten Quartal diesen Jahres erfolgen könnte. Fertigstellung wäre dann im Frühsommer 2022. „Wir blicken freudig in die Zukunft“, sagt Schulleiterin Damaris Scholler, die davon ausgeht, dass die nächsten Jahre durch Umbau und Sanierung geprägt sind. Die wegfallenden Spielflächen im Schulhof werden durch die Nutzung des alten Friedhofgeländes in der Enzstraße zum Teil ausgeglichen. „Wir werden alles gut begleiten.“

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