Mit der Volksbank sind die ersten „Neubürger“ im Neckarpark eingezogen. Foto: Uli Nagel - Uli Nagel

Die ersten Mitarbeiter der Volksbank Stuttgart eG haben den Neubau in der Cannstatter Daimlerstraße bezogen.

Bad Cannstatt Die Volksbank Stuttgart eG, die größte Volksbank in Baden-Württemberg, hat viel Geld in die Hand genommen, um sich fit für die Zukunft zu machen. Für rund 70 Millionen Euro hat das Kreditinstitut in den vergangenen drei Jahren von der Münchner Dibag zwei Neubauten im Neckarpark entlang der Daimlerstraße errichten lassen. Einen ersten kleinen Vorgeschmack, wie in den neuen Räumen künftig gearbeitet werden kann, erhielten – zumindest die Festgäste – bereits bei der offiziellen Verabschiedung des Vorstandsvorsitzenden Hans Rudolf Zeisl Anfang Juni.

Der 65-Jährige hatte damals noch einmal die Notwendigkeit für die „sehr hohe Investition“ betont. Denn seit der großen Fusion mit der Volksbank Rems-Murr im Jahr 2010 lagen wichtige Bereiche der Volksbank ziemlich verstreut im Geschäftsgebiet. Das wird sich schon in absehbarer Zeit ändern. Doch nicht nur Verwaltungsbereiche wie Rechnungswesen, Controlling oder Marketing werden künftig im Neckarpark arbeiten, sondern auch die Chefetage. Der Standort Börsenstraße soll künftig die Regionaldirektion für den Innenstadtbereich sein. Zu guter Letzt zieht auch die Volksbank Stuttgart Immobilien GmbH, die bisher in der König-Karl-Straße beheimatet ist, in den Neubau. „Wir haben auch auf den Umbruch im Bankenwesen reagieren müssen, weshalb das Großprojekt ein wichtiger Baustein für eine gute Zukunft der Volksbank Stuttgart ist“, so Zeisl vor drei Monaten.

Seitdem hat sich viel getan, denn mit den ersten Mitarbeitern – unter anderem der Bereich Zahlungsverkehr und das Facility Management – sind auch in der ersten Etage die ersten Büropflanzen in das Gebäude eingezogen. Groß ist der Betrieb natürlich noch nicht: „Die meisten werden erst in der kommenden Woche umziehen – das wird dann richtig stressig“, sagt Pressesprecher Matthias Layher. Doch allen sei die Vorfreude anzumerken, sie sitzen praktisch auf ihren Umzugskartons.

Zweites Gebäude wird vermietet

Insgesamt werden 413 Volksbank-Mitarbeiter aus den Standorten Winnenden, Waiblingen, Schorndorf und von der Stuttgarter Innenstadt in das Gebäude Daimlerstraße 129 einziehen. Das zweite wird von der Volksbank nur im Erdgeschoss belegt werden. Hier befindet sich das Betriebsrestaurant sowie eine SB-Filiale, denn in dem Wohn- und Gewerbepark, der in den kommenden Jahren dort entsteht, sollen einmal mehr als 2000 Menschen wohnen. Die Büros in den Stockwerken darüber mit insgesamt etwa 300 Arbeitsplätzen werden vermietet.

Da aus den geologisch bekannten Gründen auf dem ehemaligen Güterbahnhof-Gelände nicht sehr tief gegraben werden konnte, verfügt die Tiefgarage für beide Neubauten neben 150 Radabstellplätzen insgesamt nur über 148 Autoparkplätze. Die Volksbank hat sich deshalb zusätzlich ein Kontingent in dem künftigen Quartiersparkhaus gesichert. Bis die jedoch zur Verfügung stehen, wird es noch einige Monate dauern. Zwar haben die Arbeiten für den Bau an der verlegten Benzstraße begonnen, doch es soll erst Mitte/Ende 2020 fertig werden. Da in dem Parkhaus auch die Energiezentrale für den Neckarpark integriert wird, musste die Stadt mit einer Interimslösung dafür sorgen, dass die Volksbank-Mitarbeiter in den kommenden Monaten nicht frieren und auf dem Trockenen sitzen müssen.

Ein Ärgernis – wenn auch ein kleines – muss allerdings noch beseitigt werden: Seit geraumer befinden sich drei Glascontainer direkt vor dem Eingang der neuen Volksbank-Zentrale. Sie sollen vor Baubeginn dort gestanden haben, wurden dann für die Arbeiten entfernt und nun wieder aufgestellt. „Da muss eine Lösung gefunden werden“, so Matthais Layher.

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