Bei der 10:26-Niederlage des TSV Münster holte Florin Cutitaru (in Rot) vier Punkte. Foto: oto: Strehlow - oto: Strehlow

Die Verbandsliga-Ringer des TSV Münster verlieren beim Spitzenreiter KSV Neckarweihingen mit 10:26 und sind punktloses Schlusslicht.

MünsterEs war nicht weiter verwunderlich, was sich für die Ringer des TSV Münster in der Sporthalle der Friedrich-Keller-Schule in Neckarweihingen abgespielt hat – sie verließen die Matte als Verlierer.

Vor Kampfbeginn gingen die Münsterer Athleten schon von einer Niederlage aus – nur das Ergebnis war vakant. Wenn nämlich die Neckarweihinger die erfolgreichen Kämpfer aus den beiden Siegen gegen den AC Röhlingen und den KV Plieningen auf die Matte schicken würden, „dann wussten wir, dass mit sehr, sehr viel Glück maximal ein Remis möglich sein könnte. Neckarweihingen ist sehr stark aufgestellt“, sagte TSV-Coach Daniel Gleich. Die Chance auf den Punktgewinn minimierte sich nochmals, da die Münsterer mangels Alternativen Daniel-Matthias Hofholz in die Klasse bis 98 Kilogramm, Freistil, beordern mussten. Hofholz brachte gerade mal knapp 81 Kilogramm auf die Waage. Sein Gegenüber Maczak Przemslaw hat mehr als 16 Kilo mehr auf den Rippen und setzte diese denn auch ein. Zum Leidwesen des Münsterer Athleten – nach 42 Sekunden fand sich Hofholz auf den Schultern wieder. Sowieso endeten acht der zehn Kämpfe entweder durch Technische Überlegenheit oder durch einen Schultersieg. Die Münsterer lagen dabei zum Auftakt, ebenfalls wie erwartet, mit 4:0-Punkten in Führung – Florin Cu­titaru ließ sich im Freistil bis 57 Kilo gegen Emre Sagir nach 1,23 Minute nach Technischer Überlegenheit gratulieren. Bis zur Pause gingen alle Kämpfe für Münster mit 0:4 verloren. Nach der Pause sorgten auf Münsterer Seite noch Eric Vogt (86 Kg., Griechisch-römisch) und Jan Greifelt (71 Kg., Griechisch-römisch) für vier beziehungsweise zwei weitere Punkte.

Nach drei Kämpfen ist der Aufsteiger TSV punktloses Schlusslicht und hat am kommenden Wochenende frei. Dann geht es am 3. Oktober zum TSV Herbrechtingen und am 6. Oktober empfangen die Münsterer den SC Korb. Beide Gegner haben zwei Punkte auf dem Konto. „Wir erwarten nicht nur enge Kämpfe, sondern erhoffen uns auch Siege“, sagt Gleich. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. In Herbrechtingen wird erstmals der Ungar Patrick Szurovski im Halb- oder Schwergewicht seine Griffkünste präsentieren. Und die hat Szurovski zuletzt bei den Junioren-Weltmeisterschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt – „er erkämpfte sich die Bronzemedaille“, freut sich Gleich, für den der Auftritt Szurovskis „eigentlich immer vier Punkte bedeuten sollte“. Da Leichtgewicht Cutitaru auch ein Vier-Punkte-Garant ist, Eric Vogt ebenfalls die Vierer-Variante gerne in Anspruch nimmt und auch sonst der ein oder andere TSV-Ringer noch punkten wird, wäre es nicht weiter verwunderlich, wenn der TSV Münster nicht mehr allzu lange auf den ersten Saisonsieg warten muss.

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