Foto: Volker Arnold - Volker Arnold

Der Tischtennis-Regionalligist Sportbund Stuttgart unterlieg beim Spitzenreiter Kornwestheim und wird auf dem dritten oder vierten Platz die Saison abschließen.

Stuttgart-Ost Mit einer 4:9-Niederlage beim Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim beendete der DJK Sportbund Stuttgart die Regionalliga-Saison. Mit 19:17-Punkten wird das Team aus dem Stuttgarter Osten entweder Dritter oder Vierter (Tabellennachbar Plüderhausen hat noch ein Spiel). Mannschaftsführer Thomas Walter zeigt sich denn auch zufrieden: „Wir haben insgesamt eine starke Runde gespielt. Wermutstropfen war das schlechte Saisonfinale mit drei aufeinanderfolgenden Niederlagen und einigen Personalproblemen. An die ersten beiden Teams können wir aber nie herankommen, das sind fast reine Profi-Mannschaften. Wir waren nie in Abstiegsgefahr und konnten so unser wichtigstes Ziel verfolgen. Die jungen Spieler bekamen viele Einsätze und steigerten sich in ihrem Niveau.“ Von diesem Weg mit jungen Akteuren weichen die Sportbundler auch weiterhin nicht ab. Da Gabriel Gaa ein Auslandssemester bestreitet, hat sich der Sportbund die Dienste des 18-jährigen Nico Wenger vom Verbandsligisten SC Staig gesichert und plant auch in der nächsten Spielzeit im vorderen Tabellendrittel mitzumischen. „Wir wollen weiterhin vorne mitspielen, mit Blick auf das Fernziel Aufstieg in die 3. Bundesliga.“

Unstimmigkeiten gab es gegen Kornwestheim vor dem ersten Ballwechsel. Die Partie hätte eigentlich schon am 25. März stattfinden sollen. Doch wegen eines internationalen Einsatzes des Kornwestheimers Jugend-Nationalspielers Kay Stumper wurde sie verlegt. Nun, am vergangenen Wochenende, fand der Deutschland-Pokal der Jugend statt. Für das Baden-Württemberg-Team waren die beiden Sportbund-Akteure Carlos Dettling und Uros Bojic sowie eben Kay Stumper nominiert. Die beiden Sportbundler kamen der Verpflichtung nach und fehlten ihrem Team. Stumper indes „schwänzte“ und wirkte beim Spiel gegen die Stuttgarter mit. „Die Frage ist für die Zukunft, ob eine solche Nominierung für eine Verbandsauswahl eine Pflicht oder eine freiwillige Veranstaltung ist“, gibt Walter zu bedenken.

Obwohl die Partie erst nach 3.40 Stunden beendet war, „gewann Kornwestheim verdient“. Zunächst hielt der Sportbund sehr gut mit und es stand 3:3. Sogar eine 4:2-Führung für den Außenseiter war drin, weil das Doppel Marius Henninger/Gabriel Gaa mit 2:1 nach Sätzen und 5:0 im 4. Satz gegen Steinle/Dias Almeida führte und noch knapp mit 9:11 im 5. Satz verlor. Ab Mitte des Spiels setzte sich die größere individuelle Klasse der Kornwestheimer durch.

Für den Sportbund punkteten Hao Mu/Sven Happek im Doppel gegen Stumper/Przybylik sowie Hao Mu und Sven Happek jeweils gegen den amtierenden tschechischen Vizemeister Josef Simoncik Marius Henninger setzte sich gegen den deutschen Schüler-Meister Stumper durch.

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