SGU-Mittelfeldspieler Dominik Lämmle (links) im Zweikampf mit Ermis-Abwehrmann Elefterios Poulionakis Foto: Nägele - Nägele

Die SG Untertürkheim verliert das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A, Staffel 1, gegen Ermis Metanastis Stuttgart verdient mit 0:2.

UntertürkheimDie SG Untertürkheim wird wohl im nächsten Jahr einen erneuten Anlauf starten müssen, um den Sprung in Stuttgarts höchste Fußball-Staffel, die Bezirksliga, zu schaffen. Vor 250 Zuschauern verlor der Tabellendritte sein Heimspiel gegen den Spitzenreiter Ermis Metanastis Stuttgart nämlich verdient mit 0:2 (0:1). „Das war’s“, sagte denn auch ein enttäuschter SGU-Coach Ismail Gülec nach dem Abpfiff, „wir brauchen schon mehr als ein Wunder, um noch im Aufstiegsrennen mitmischen zu können“. In Zahlen ausgedrückt: Drei Spieltage vor Saisonende rangiert die SGU nun sechs Punkte hinter Ermis und drei hinter dem TV Zuffenhausen. Letzterer hat das deutlich bessere Torverhältnis und auch ein leichteres Restprogramm.

Treffend analysierte Gülec auch die Gründe für die Niederlage: „Wir waren zu brav, Ermis einfach cleverer. Bei jeder Berührung haben sie laut geschrien und sich hingelegt und der Schiedsrichter hat gepfiffen.“ Hinzu kam, dass Ermis zwar als Mannschaft nicht besser als die SGU auftrat, sich aber auf ihre individuelle Klasse, vor allem im Offensivbereich, verlassen konnte und eiskalt zuschlug. Das griechische Team lauerte von der ersten Minute an auf Fehler, auch wenn man anfangs nur mit langen Bällen operierte. Dieser Fehler passierte dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. 18 Meter vor dem Tor gab es Freistoß für die Gäste. Gianluca Marsiglio, selbst einst in den Diensten der SGU, schoss stramm an der Mauer vorbei aufs Torwarteck. SGU-Schlussmann Emanuel Rehm gab keine glückliche Figur ab und musste den Ball aus dem Netz holen. Das war die erste gefährliche Aktion in einem Spitzenspiel, das dem nur selten gerecht wurde. Die Szenerie war 90 Minuten lang geprägt von zahlreichen Unterbrechungen, wobei der Schiedsrichter daran auch seinen Anteil hatte. Auf SGU-Seite erreichten nur wenige Akteure Normalform und in der Offensivabteilung regierten Unsicherheit und Ungenauigkeit, obwohl man in Abschnitt eins ein geringfügiges Übergewicht besaß. Unverständlich war, warum die SGU-Flügelspieler sich nicht trauten, die Eins-gegen-Eins-Situation zu suchen und in den Strafraum einzudringen. Aber an der Mittellinie versuchten sie, ihre Gegenspieler aus zu zocken.

Nach der Pause baute die SGU immer mehr ab. Die Gastgeber schafften es kaum noch, sich über außen zumindest Chancenansätze herauszuarbeiten. Anders die Gäste. Diese agierten nun gelegentlich strukturierter nach vorne. In der 56. Minute starteten sie einen Konter, waren in Überzahl und spielten die Situation gut aus. Doch Lambros Demos scheiterte freistehend an Rehm. Fünf Minuten später klärte ein SGUler gerade noch auf der Linie. Kurz danach der einzige Hochkaräter der SGU während der gesamten 90 Minuten. Stefan Schlick, einer der besten im SGU-Trikot, flankte und Manuel Zipperlen kam frei zum Kopfball. Jedoch ging der Ball an die Unterkante der Latte. Nichts war’s mit dem Ausgleich, im Gegenteil. In der 76. Minute passte Ermis-Spielertrainer Nikolaos Vassiliou schön auf den nicht im Abseits stehenden Marsiglio und dieser besiegelte eiskalt die 0:2-Niederlage der SGU.

SG Untertürkheim: Rehm, Zipperlen, Weber (86. Jesus Ferreira), Zeh, Schlick, Gilazgi, Powell (57. Araya), Okumus, Lämmle, Miniussi, Estevez (75. Ribeiro).

GF V Ermis Metanastis Stuttgart: Vergos; Patitsis, Tartanis, Siaminos, Poulionakis, Baxevanidis (90. Hladik), Koutsiofytis (86. Pipilikakis), Vassiliou (79. Papadopulos), Trochalos, Demos (71. Alami), Marsiglio.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: