Pana Moutas (links) und der TSV Münster haben sich noch nicht aufgegeben und wollen in Rohr punkten. Foto: Bloch - Bloch

Bezirksliga-Schlusslicht TSV Münster tritt am Montag beim TSV Rohr an – Der Zweitplatzierte Türkspor muss zum starken Aufsteiger TSV Bernhausen

Münster In der Zuschauerrolle befand sich der TSV Münster am vergangenen Spieltag. Keine angenehme Rolle, denn durch den Sieg des SV Vaihingen über die Sportvg Feuerbach ist das Team von Trainer David Biedemann wieder auf den letzten Platz gerutscht. Und auch wenn die Münsterer zuschauen, was der TV Echterdingen in der Landesliga, Staffel 2, derzeit fabriziert, dann sind deren Darbietungen auch alles andere als erfreulich. Vor nicht allzu langer Zeit lag dieser noch mehr als zehn Zähler vom Abstiegsplatz entfernt. Nun, vier Spieltage vor Landesliga-Schluss, rückt diesem der TSV Köngen immer mehr auf die Pelle. Das Filderteam hat nur noch ein Zwei-Punkte-Puffer. Sollte der TVE doch noch absteigen, dann erwischt es in der Bezirksliga zwei Teams direkt, Rang 13 bedeutet dann den Strohhalm-Platz. „Ich bin vor meinem Amtsantritt sowieso davon ausgegangen, dass wir mindestens 13. werden müssen“, sagt Biedemann. Doch dieses Unterfangen wird von Woche zu Woche schwieriger. In nur noch vier Begegnungen gilt es, einen sechs Punkte Rückstand aufzuholen. Zudem die Spiele hoch zu gewinnen, denn das Torverhältnis spricht auch nicht für den TSV. Ausrutscher dürfen sich die Münsterer also keine mehr leisten, die Dreier müssen bis zum Saisonende fast ausnahmslos purzeln. Doch Biedemann schaut von Spiel zu Spiel. Am Montag, 21. Mai, 15 Uhr, tritt man beim TSV Rohr an. „Eine solide Mannschaft, die die gesamte Saison über im Mittelfeld stand und zu Hause auch so manchen Großen der Liga geärgert hat.“ Ärgern müssen die Münsterer nun aber die Rohrer. „Wir sollten in Führung gehen, und diese zur Abwechslung mal verteidigen oder gar ausbauen. Ein Sieg ist Pflicht.“ Nicht mithelfen können Nico Seybold (Urlaub) und Rotsünder Kevin Mayers. „Personell müssen wir basteln, aber wir werden etwas Gutes zusammenbasteln.“

Bereits am heutigen Samstag, 19. Mai, 15 Uhr, geht es für den VfB Obertürkheim beim TSV Plattenhardt um Punkte. Und nach dem Hinspiel „hatte ich längere Zeit ein richtig schlechtes Gefühl“, erinnert sich VfB-Spielertrainer Stefan Schullehner. Grund: „Nach einer 3:0-Führung kassierten wir kurz vor dem Abpfiff noch das 3:3. Das war völlig unnötig.“ Diese Scharte wollen die Obertürkheimer ausmerzen, um bis auf zwei Zähler an Plattenhardt heranzukommen. Dieses Vorhaben muss die Mannschaft jedoch ohne Unterstützung ihres spielenden Coaches bewältigen. Realschullehrer Schullehner befindet sich mit seiner Klasse auf Abschlussfahrt in Berlin. Ansonsten seien aber wohl alle an Bord, so Schullehner.

Durch den Sieg der Spvgg Cannstatt über den Klassenprimus SV Bonlanden ist Türkspor Stuttgart bis auf einen Zähler am Spitzenreiter dran und kann die Meisterschaft wieder aus eigener Kraft erringen. „Die Relegation haben wir sicher, jetzt wollen wir aufs Ganze gehen“, sagt denn auch Türkspor-Coach Kerem Arslan. Doch Türkspor hat noch ein deftiges Restprogramm, unter anderem wartet am Montag (15 Uhr) der starke Aufsteiger und Überraschungs-Dritte TSV Bernhausen. „Wir liegen 17 Punkte vor dem TSV, sind also Favorit, wollen dies auch auf dem Platz zeigen und gewinnen.“ Die restlichen vier Partien, egal was letztlich dann dabei herauskomme, „sehe ich als Vorbereitung auf die Relegation“.

Die Spvgg Cannstatt ist an Pfingsten spielfrei.

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