Von links: SWSG-Geschäftsführer Samir Sidgi, Foto: Uli Nagel - Uli Nagel

Am Freitag wurde das gut sechs Millionen Euro teure Mehrgenerationenhaus in der Straße am Römerkastelle eingeweiht. Es gilt als das neue Herz des Wohnquartiers.

Bad CannstattGut sechs Millionen Euro hat das neue Hallschlagzentrum, das Mehrgenerationenhaus, gekostet. Doch das orangefarbene Gebäude mit dem markanten Satteldach, das in den vergangenen knapp drei Jahren in der Straße am Römerkastell entstanden ist, kann sich optisch und was sein Nutzungskonzept angeht sehen lassen. „Es war von Anfang an klar, dass gegenüber der Reiterkaserne etwas Besonderes entstehen muss“, sagte am Freitag Matthias Bertram vom Stadtplanungsamt bei der offiziellen Einweihung mit allen an dem Neubau Beteiligten sowie den Bewohnern. Denn bereits vor einem Jahr war Einzugstermin in die Apartments und in die Wohngemeinschaft in den oberen Etagen. Auch die AWO ist längst mit ihrem Service- und Begegnungszentrum aus dem „Alten Waschhaus“ ins barrierefreie Erdgeschoss umgezogen. Keine Frage, in dem Gebäude herrscht jede Menge Leben und ist, wie Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler feststellte, zurecht das neue „Herz des Hallschlags“. In diesem Zusammenhang erinnerte Löffler an die SWSG, die fast gleichzeitig mit Beginn der Sozialen Stadt vor zwölf Jahren ihr gewaltiges Sanierungsprogramm in dem einst berüchtigten Cannstatter Stadtteil startete. „Das war natürlich ein Glücksfall für den Hallschlag, der heute nicht mehr wiederzuerkennen ist“, so Löffler.

„Wir sind schon etwas stolz auf das, was in den vergangenen Jahren entstanden ist“, sagte SWSG-Geschäftsführer Helmuth Caesar. Für die Verantwortlichen der städtischen Tochter sei der Hallschlag längst das „Musterprojekt in Sachen Quartiersentwicklung“. Zwei Drittel der gut 1800 SWSG-Wohnungen seien bereits saniert oder durch Neubauten ersetzt.

Das neue Stadtteil- und Familienzentrum hat seit kurzem eine hauptamtliche Kraft und entwickelt ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen. Die zentrale Infotheke dient als Anlaufstelle. Im Frühjahr wurde noch fleißig an den Außenanlagen, der Terrasse und der Straßenbaustelle gearbeitet, jetzt ist alles fertig. Einzig, was noch fehlt, ist laut der Bewohner eine Markise für die Terrasse. Doch hier versprach Caesar, Abhilfe zu schaffen.

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