Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler überreichte Ursula Schwarz kürzlich auf dem Stadtteilbauernhof die Ehrenmünze. Foto: Nina Radoja (z) - Nina Radoja (z)

Ursula Schwarz hat den Stadtteilbauernhof gegründet und ist bis heute aktiv für die Jugendfarm und den Hort. Sie bekam nun die Ehrenmünze für ihr Engagement.

Bad CannstattSie war zusammen mit Jürgen Gottschlich, dem Leiter der Wohngruppe der Diakonie Stetten, die Initiatorin und Gründerin des Stadtteilbauernhofs Bad Cannstatt, Ursula Schwarz. Vor wenigen Tagen wurde sie von Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler mit der Ehrenmünze der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. Schwarz war sehr überrascht und hat sich über die Ehrung sehr gefreut, weiß Martin Nußbaum, Vorsitzender des Fördervereins Stadtteilbauernhof.

Er kennt die Anfänge der Cannstatter Institution und weiß, dass Schwarz sich eingesetzt hat, als zuvor der dortige Bauernhof nicht mehr das Krankenhaus mit Gemüse belieferte, er zum Stadtteilbauernhof umgewandelt wurde – in eine Jugendfarm und einen Hort für 20 Kinder. Zur Gründungszeit saß Schwarz für die Grünen im Bezirksbeirat Bad Cannstatt. Am 14. November 1996 wurde Ursula Schwarz als erste Vorsitzende des Vereins gewählt und 2. Vorsitzender Jürgen Gottschlich. Schwarz hat den Hort initiiert, gegründet und aufgebaut. „Sie hat sich um die Fördermittel und Institutionalisierung gekümmert.“ Als Vereinsvorsitzende habe sie über die pädagogischen Fachkräfte gewacht. Sie habe Tiere auf den Bauernhof geholt. Angefangen habe es mit einer Ziege. Heute seien es 30 Tiere (Pferde, Schafe, Ziegen, Enten, Katzen, Hasen). Zuerst sei es darum gegangen, die Einrichtung zu gründen. Die Stadt habe verlangt, dass neben dem Verein eine Institution mit dabei sei. So sei eine gemeinnützige GmbH mit dem Verein und der Diakonie Stetten gegründet worden. Schwarz sei Gründerin und Trägerin gewesen, Geschäftsführerin und Vereinsvorsitzende mit Gottschlich. Sie habe bis heute an allen entscheidenden Positionen mitgewirkt. „Sie war und ist der gute Geist in allen Fragen“, sagt Nußbaum. Seit April ist nun der Stadtteilbauernhof getragen von der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und der Diakonie Stetten. Der Verein ist seitdem Förderverein und begleitet den Stadtteilbauernhof weiter. Schwarz ist damit nicht mehr Geschäftsführerin, aber im Vorstand des Fördervereins. In den Ferien bietet der Verein für Grundschulkinder eine verlässliche Betreuung. Auch da ist Schwarz mit involviert. „Dies Angebot ist durch ihre Initiative entstanden.“

Nußbaum schätzt an Schwarz „ihre langjährige Erfahrung auch mit politischen Gremien, ihren Überblick, ihre Gelassenheit, wenn die Emotionen hochschlagen, ihre Integrationskraft und ihr Talent, viele Leute zusammenzuführen zu eine Vision.“ Für ihn ist die Geehrte eine wichtige Ratgeberin. Und die Institution Stadtteilbauernhof setzt ihre Hoffnungen auf die Haushaltsberatungen. „Die Jugendfarm konnte beim Jugendamt Verständnis erzielen“, weiß Nußbaum. Es gebe einen Antrag, die Jugendfarmen stärker zu fördern. „Da sind wir guter Hoffnung.“

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