Die WCs an der Aussegnungshalle können immer noch nicht benutzt werden. Spätestens zum Volkstrauertag sollen sie geöffnet werden. Foto: Janey Schumacher - Janey Schumacher

Eigentlich sollte die WC-Anlage an der Aussegnungshalle am Hauptfriedhof in Steinhaldenfeld längst wieder benutzbar sein. Doch die Arbeiten verzögern sich seit nunmehr eineinhalb Jahren das eine ums andere Mal.

Bad Cannstatt Eigentlich sollte die Toilettenanlage an der Aussegnungshalle am Hauptfriedhof in Steinhaldenfeld längst wieder benutzbar sein. Doch die Arbeiten verzögern sich seit nunmehr eineinhalb Jahren das eine ums andere Mal. Im jüngsten Fall ist die elektronische Schließanlage der Grund. Die muss umprogrammiert werden, sodass die WCs auch am Wochenende während der Öffnungszeiten des Hauptfriedhofs genutzt werden können. „Unter der Woche schließen unsere Mitarbeiter auf“, sagt Birgit Blumenthaler vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF). Am Samstag und Sonntag muss dies aber automatisch geschehen. Weil das momentan noch nicht möglich ist, kommt es erneut zu Verzögerungen. Eigentlich sollten die Toiletten bereits im August wieder geöffnet werden, doch daraus wurde nichts. „Spätestens zum Volkstrauertag werden die WCs geöffnet“, sagt Blumenthaler.

Die elektrische Schließanlage ist notwendig, um Vandalismus vorzubeugen. Denn in der Vergangenheit wurden die WCs derart demoliert, dass sie im April vergangenen Jahres geschlossen werden mussten. Zunächst hatten Randalierer das Mobiliar herausgerissen, die Türen aufgebrochen und zerstört. Diese konnten wegen Bestimmungen beim Denkmalschutz nicht so leicht repariert werden. Als dann im Herbst vergangenen Jahres der mobile Toilettencontainer neben der Aussegnungshalle aufgestellt wurde, stellte sich heraus, dass die Abwasserleitungen marode sind und ausgetauscht werden mussten. Deshalb verzögerten sich die Sanierungsarbeiten erneut. Um in Zukunft gegen Vandalismus gewappnet zu sein, sind die neuen WC-Schüsseln, Waschbecken, Handtuchhalter aus robustem Edelstahl.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen betragen etwa 120 000 Euro. „Wir liegen im Kostenrahmen“, sagt Blumenthaler. Videoüberwacht wird der Bereich vor den Toi­letten übrigens nicht, da dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist.

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