Die Außenstelle der Altenburgschule in der Reiterkaserne wird erweitert. Foto: jas - jas

In den nächsten Jahren wird es an der Altenburgschule und ihrer Außenstelle in der ehemaligen Reiterkaserne rege Bautätigkeiten geben. Denn die Schule benötigt Platz.

Bad Cannstatt In den nächsten Jahren wird es an der Altenburgschule und ihrer Außenstelle in der ehemaligen Reiterkaserne rege Bautätigkeiten geben. Denn die Schule, die im Grundschulbereich Ganztagesbetrieb anbietet und als Gemeinschaftsschule fungiert, benötigt Platz. Das Raumdefizit beträgt 1700 Quadratmeter, wurde vor zwei Jahren ermittelt.

Untersucht wurde damals auch, wo der fehlende Platz untergebracht werden kann. Auf dem Schulcampus Altenburg-/Steigschule ist eine Erweiterung auch wegen des bestehenden Denkmalschutzes sehr schwierig. Dies hätte ein langwieriges Bebauungsplanverfahren mit ungewissem Ausgang erforderlich gemacht. Die Verwaltung hat damals empfohlen, den Standort Reiterkaserne, wo eine Schulaußenstelle untergebracht ist, für die Schulerweiterung zu prüfen.

An der Außenstelle ist jetzt ein zweigeschossiger Erweiterungsbau vorgesehen, in dem offene Raumstrukturen herrschen sollen. Im Neubau sind elf Klassenräume vorgesehen. Zudem sind an beiden Bestandsgebäuden Sanierungs- und Umstrukturierungsarbeiten vorgesehen. Insgesamt kostet das Vorhaben an der Altenburgschule knapp 20 Millionen Euro. Drei Viertel davon fließen in Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten Bestandes, ein Viertel in den Erweiterungsbau, führte Peter Holzer, der Leiter des Hochbauamtes im Ausschuss für Umwelt und Technik aus, der der Architektenbeauftragung für das Vorhaben einstimmig seinen Segen gab. „Der pavillonartige Neubau fügt sich in den historischen Kontext ein, setzt einen modernen Gegenpunkt“, so Holzer.

Verkürztes Verfahren

Die Auswahl des Planungsbüros erfolgte über die so genannte Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV). Dies verkürze die Verfahrenszeit. Mit einem Wettbewerb dauere es in etwa ein Jahr, über die VgV gehe es ein halbes Jahr. Das Hochbauamt schließt jetzt mit dem Planungsbüro, das den Zuschlag erhielt, einen Stufenvertrag ab.

Wann genau die Bagger anrücken werden, ist noch offen. Das Sanierungsprogramm für die öffentlichen Schulen in der Landeshauptstadt ist lang, die Umsetzung verzögert sich daher. Bei sämtlichen Schulsanierungen soll in den kommenden Jahren auch die digitale Infrastruktur ausgebaut werden. Schrittweise werden so 46 Schulen bis 2021 an das städtische Glasfasernetz angeschlossen, perspektivisch sollen es alle Schulen sein.

Auf den Erweiterungsbau für die Außenstelle der Altenburgschule folgt die Sanierung des Bestandsgebäudes in der Reiterkaserne, danach geht es an das Hauptgebäude. Dort geht es um Brandschutz, Barrierefreiheit und Elektrosanierung. Das denkmalgeschützte Gebäude soll zudem behutsam an die Anforderungen durch die veränderten Lernformen einer Gemeinschaftsschule angepasst werden.

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