Der Rohbau in der Heinrich-Ebner-Straße 1 wurde von Uwe Hardt, Johanna Seidel, Susanne Heynen, Bernd-Marcel Löffler und Manuel Huber (v.l.) vorgestellt. Foto: jas - jas

Nachdem das alte Gemeindehaus der evangelischen Blumhardtgemeinde in der Heinrich-Ebner-Straße 1 im vergangenen Jahr abgerissen wurde, erfolgte Anfang dieses Jahres der Baubeginn des vierstöckigen neuen Gebäudes, dessen Bauträger der Caritasverband ist.

Bad Cannstatt Nachdem das alte Gemeindehaus der evangelischen Blumhardtgemeinde in der Heinrich-Ebner-Straße 1 im vergangenen Jahr abgerissen wurde, erfolgte Anfang dieses Jahres der Baubeginn des vierstöckigen Gebäudes, dessen Träger der Caritasverband ist.

Nun ist der Rohbau fertiggestellt und wurde gestern mit einem Fest der Öffentlichkeit präsentiert. Gekommen waren mehr als 70 Besucher, darunter viele Bewohner des Veielbrunnen. „Im Sommer 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein“, sagte Manuel Huber, Fachdienstleitung Jugendhilfe in Bad Cannstatt. Er beschrieb den Bau des Hauses für Kinder als Utopie. Denn der Weg war unter anderem wegen der Finanzierung – der Bau kostet etwa 2,5 Millionen Euro – lang und nicht ganz einfach. Doch durch die Unterstützung verschiedener kleiner Spender sowie der Familie Rieck Stiftung, die das Grundstück gekauft hat, und einer Kooperation mit der Christoph Sonntag Stiftung konnte das Projekt schließlich realisiert werden. Und der Bedarf nach mehr Platz ist groß: Die bisherigen Räume für die Kinder- und Jugendarbeit sind zu klein, sodass die Angebote auf mehrere Standorte im Stadtbezirk verteilt werden mussten. Ab Sommer nächsten Jahres wird sich das ändern und das Gebäude in der Heinrich-Ebner-Straße wird Anlaufstelle für die Jugend- und Familienhilfe der Caritas im Stadtbezirk sein. Denn in vielen Fällen benötigen sowohl Eltern als auch deren Kinder im Alltag Unterstützung und Beratung. Die Angebote reichen dabei von Einzel- über Gruppen- bis zur Familientherapie. Darüber hinaus wird es eine psychologische Beratung und Therapieangebote für Kinder, Jugendliche und deren Eltern geben.

Außerdem ist eine Wohngruppe für bis zu acht Kinder zwischen 8 und 18 Jahren geplant. Weitere Angebote im Haus werden das betreute Wohnen mit vier Apartments für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie Jugendliche auf dem Weg in die Selbstständigkeit sein.

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