Seit 2014 fehlt die direkte Anbindung des Stuttgarter Ostens an den Rosensteinpark. Das fehlende Brückenteil Foto: Nagel - Nagel

Gute Nachricht für Passanten und Radfahrer: Die Brücke, die 2014 wegen der Umbauarbeiten am Leuzeknoten abgebaut wurde, soll laut dem städtischen Tiefbauamt in diesem Jahr wieder installiert werden.

Bad CannstattBürgermeister Dirk Thürnau und seine Verantwortlichen vom Tiefbauamt werden heute im Technikausschuss insbesondere den Kritikern des Rosensteintunnels Rede und Antwort stehen müssen. Wie berichtet, wird das größte Straßenbauprojekt der Landeshauptstadt erneut teurer. Mittlerweile liegen die Gesamtkosten, die auch den Umbau des Leuzeknotens beinhalten, bei rund 330 Millionen Euro. Dem Baubeschluss 2012 lag eine Kalkulation von etwa 190 Millionen Euro zugrunde. Dennoch gibt es auch Positives zu berichten: Der Rosensteinsteg, die wichtige Verbindung für Radfahrer und Fußgänger vom Mineralbad Leuze über die Cannstatter Straße und die Stadtbahngleise in den Rosensteinpark, kann wohl in diesem Jahr wieder installiert werden. Die Wegeverbindung ist seit 2014 unterbrochen und sollte eigentlich schon viel früher wieder hergestellt werden. Dann gab es jedoch erhebliche Bauverzögerungen und ein Streit mit der für den Leuzenknoten verantwortlichen Baufirmas Wolff & Müller, der mit der Kündigung endete. „Die Verzögerungen und die ungünstige Entwicklung der Baupreise machen sich auch bei den Gesamtkosten bemerkbar“, sagt Dirk Thürnau. Durch die Mehrbelastung sei der Risikopuffer mit seinen ursprünglich 43 Millionen Euro aufgebraucht und werde jetzt im Gemeinderat besprochen werden. „Über die weitere Kostenentwicklung sollte Klarheit herrschen, wenn noch vor der Sommerpause die Preise für die betriebstechnische Ausstattung des Rosensteintunnels beziffert werden können“.

Sofern der Gemeinderat der Budgeterhöhung und der Neuvergabe für den Baubereich dritte Leuzeröhre an die Firma Züblin zustimmt, so hofft das Tiefbauamt auch dort wieder schnell auf Kurs zu kommen. Wegen des großen Zeitverlustes und der Kostensteigerung werden sich die Wolff&Müller Ingenieurbau GmbH und die Stadt noch vor Gericht treffen. Für den Verkehr könnte der Baubereich B10/B14 Verbindung am Leuze allerdings frühestens im Jahr 2024 freigegeben werden. Da ist der Rosensteintunnel längst in Betrieb, denn die ersten Autos sollen bereits Mitte 2021 durch die zwei Röhren rollen.

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