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Die Stadt will an den Eingängen von 17 Friedhöfen in Stuttgart Fahrradbügel montieren. Bis Jahresende sollen die Gottesacker in Untertürkheim und Rohracker nachgerüstet werden.

Untertürkheim Es gibt viele Menschen, die mit dem Fahrrad zum Friedhof fahren. Die meisten schieben ihr Zweirad dann zum Grab – das Radfahren ist auf den Gottesackern der Stadt ja verboten. Manche stellen es draußen vor dem Tor ab. Aber das sind eher wenige. Auch, weil es an geeigneten Abstellmöglichkeiten an Stuttgarts Friedhöfen mangelt. Doch das soll sich ändern: Von 42 Friedhöfen im Stadtgebiet werden nach und nach 17 mit Radabstell-anlagen versehen. So sieht es die Konzeption des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes (GFF) vor. Die Kosten dafür belaufen sich auf 60 000 bis 70 000 Euro.

Wie Karola Ortmann, die stellvertretende Amtsleiterin mitteilt, seien am Neuen Friedhof Weilimdorf, am Pragfriedhof und am Friedhof Feuerbach in den vergangenen Monaten bereits Fahrradbügel einbetoniert worden. Jetzt sollen zwei weitere Maßnahmen umgesetzt werden: in Untertürkheim und Rohracker. „Die Bügel sind schon geliefert worden.“ Bis Jahresende sollen die Abstellplätze fertiggestellt sein, so Ortmann.

Auf der Liste der nachzurüstenden Friedhöfe stehen auch Wangen, Uhlbach und Obertürkheim. „Aber dort ist die Umsetzung nicht so einfach“, erläutert Ortmann. Die Fahrradbügel seien zwar nicht groß, aber die Abstellanlagen würden doch einen gewissen Platz beanspruchen. Und der sei an den Eingängen eben oft begrenzt. Ob und wie diese drei Friedhöfe entsprechend ausgestattet werden könnten, darüber sei „die Diskussion noch nicht abgeschlossen“, sagt die GFF-Mitarbeiterin.

Vorgesehen sind weitere Radabstellanlagen beispielsweise auch an den Friedhöfen in Zuffenhausen, Degerloch, Vaihingen, Möhringen, Münster, Birkach, Plieningen, Rohr und Mühlhausen, am Uffkirchhof, Hauptfriedhof, Bergfriedhof und Waldfriedhof. Einen konkreten Termin, wann dort Fahrradbügel aufgestellt werden, kann Ortmann nicht benennen. Das Programm werde sukzessive abgearbeitet. Sie räumt zugleich ein: Die Nachrüstung sei auch nicht an jedem Friedhof möglich. Alle 42 Gottesacker seien auf ihre Eignung hin geprüft worden, doch lediglich bei 17 sei die Schaffung von Fahrradabstellplätzen machbar.

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