Entlang der Hofener Straße sollen Neckarbalkone den Fluss erlebbar machen. Foto: Schumacher - Schumacher

Den Neckar erlebbar zu machen, hat sich die Stadtverwaltung auf die Fahnen geschrieben. Um dieses Ziel zu erreichen und den Menschen den Zugang zum Fluss zu ermöglichen, wurde ein Konzept erarbeitet.

Bad Cannstatt Den Neckar erlebbar zu machen, hat sich die Stadtverwaltung auf die Fahnen geschrieben. Um dieses Ziel zu erreichen und den Menschen den Zugang zum Fluss zu ermöglichen, wurde ein Konzept erarbeitet, ein Masterplan für Stuttgart als Stadt am Fluss. Im Zuge dessen soll an vielen Stellen in den Neckarvororten das Ufer umgestaltet werden. Der Gemeinderat stellte im Doppelhaushalt 2016/2017 Mittel für die Projekte Hechtkopf am Sicherheitshafen, Umgestaltung des Neckarufers beim Lindenschulviertel, Naturoase Auwiesen, Wasen­ufer und Wasenquerung sowie den Ideenwettbewerb Neckarknie in Höhe von insgesamt 14,5 Millionen Euro in die mittelfristige Finanzplanung ein.

Vorhaben zügiger umsetzen

In Bad Cannstatt werden den Plänen zu folge unter anderem das Mühlgrün-, Kurpark- und Rosensteinufer umgestaltet. Baubeginn könnte ab dem Jahr 2022 sein. In Richtung Max-Eyth-See sind entlang der Hofener Straße Aufenthaltsplattformen, sogenannte Neckarbalkone, geplant. Jedoch erst in etwa 15 Jahren. Dem Bezirksbeirat dauert das jedoch zu lange. Das Gremium will, dass die Grün-Terrassen vor dem Jahr 2035 umgesetzt werden, um „Menschen einen positiven Eindruck von der Qualität des Neckars und seiner Ufer zu verschaffen“, wie es im Antrag heißt.

Handlungsbedarf gibt es den Lokalpolitikern zufolge auch an anderen Stellen im Stadtbezirk, etwa im Hallschlag. Das Gremium fordert, den Travertinpark ans Neckarufer anzubinden. Die Begründung: Im Masterplan werde der Travertinpark zwar als eines der bereits umgesetzten Projektbeispiele aufgeführt, eine direkte Wegeverbindung zum Neckar bestehe bis heute aber nicht. Dadurch könnte ein Rundweg vom „Travertin zum Mineralwasser“ eingerichtet werden. Konkret hat die Grünen-Fraktion zwei Vorschläge: Eine Verbindung könnte vom Travertinpark über die Haldenstraße sowie die Mombachanlagen zum Neckar führen. Eine zweite Variante verliefe über die Römerstaffel, die Neckartalstraße in Richtung der Voltastraße zum Neckar.

Zudem will die Stadtverwaltung mit dem Projekt „Vom Hallschlag zum Fluss“ den westlichen Siedlungsrand von Münster inklusive der Straßen und Wege zwischen Hallschlag und Neckar zu einem Grünzug aufwerten. Auch der Bereich rund um die Stadtbahn-Haltestelle Elbestraße soll in den Grünzug integriert werden. Aus Sicht der Lokalpolitiker muss aber auch eine attraktive Wegeverbindung zwischen dem westlichen Siedlungsrand von Münster, beziehungsweise dem Projekt „Vom Hallschlag zum Fluss“ und dem Travertinpark erschlossen werden. Nur so könne der Rundweg zu den geologischen Stationen in Bad Cannstatt und Münster möglich gemacht werden. Dieser Plan wurde von der Stadt veröffentlicht, um Spaziergängern Zugang zu den geologischen Besonderheiten in Bad Cannstatt und Münster zu verschaffen. Zudem wurden Hinweistafeln an den jeweiligen Stationen angebracht.

Informationen zum geologischen Wegeplan der Stadt Stuttgart gibt es unter www.stuttgart.de/item/show/22539/1/publ/18390 .

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