Jessica Rübesam und Barry Hackh von der Agentur kmr, Dirk Strohm vom Verein Die Altstadt Bad Cannstatt, Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler und Beschicker Andreas Zaiß (v.l) waren mit dem ersten Sternenmarkt sehr zufrieden. Foto: Sebastian Gall - Sebastian Gall

Der erste Sternenmarkt in der Cannstatter Altstadt ist zu Ende. Die Macher ziehen ein durchaus positives Fazit.

Bad Cannstatt Gestern ging der Nachfolger des Weltweihnachtsmarkts – der Sternenmarkt – zu Ende. Die erste Ausgabe des Weihnachtsmarkts in der Cannstatter Altstadt sorgte beim Organisationsteam für glückliche Mienen.

Dirk Strohm vom Verein Die Altstadt Bad Cannstatt – dem Auftraggeber der Veranstaltung – sagt: „Wir sind sehr zufrieden. Der Sternenmarkt war endlich die Belebung für die Altstadt, wie wir sie uns schon seit zehn Jahren vorstellen.“ Für ihn sei die Atmosphäre super und die Beleuchtung ein ordentlicher Hingucker gewesen. Was für Strohms Verein immer ganz oben auf der Prioritätenliste bei solchen Veranstaltungen steht: der Einzelhandel in der Marktstraße und rund um den Marktplatz. „Die Frequenz an Kunden in den Geschäften hat sich erhöht.“

In die gleiche Kerbe stieß Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler: „Auf der Veranstaltung herrschte rundum gute Stimmung.“ Generell erhielt er nur positive Rückmeldungen. „Das gab es noch nie. Irgendjemand kommt immer und beschwert sich.“ Es gab also direkt noch eine zusätzliche Premiere. Und auch er betonte die Wichtigkeit des Sternenmarktes für die Einzelhändler in der Altstadt. Sein Fazit: „Wir haben alle gewonnen – vor allem Bad Cannstatt.“ Für Barry Hackh von der Agentur kmr aus Bad Cannstatt, die das Konzept erarbeitet hat, war es eine gelungene Premiere: „Es war ein anständiger, solider erster Aufschlag.“ Seine Agentur begreife den Sternenmarkt als wachsende Angelegenheit, die, wenn sie so weiterlaufe, eine Chance zur Etablierung habe. Er sieht mit dem Weihnachtsmarkt einen Trend erfüllt, der sich seit einiger Zeit abzeichnen würde – nämlich die Stärkung und Fokussierung auf die einzelnen Bezirke. Und dies soll auch im nächsten Jahr so weitergehen. Dann solle auch noch einiges verbessert werden. „Bei der Beleuchtung und der Dekoration gibt es noch Luft nach oben“, so Hackh. Und auch die Auswahl der angebotenen Waren soll sich verbessern. Neben Kulinarik soll es dann auch mehr Kunsthandwerk und zusätzliche Geschenkartikel geben. Zudem sei man mit der Organisation der Stände noch nicht ganz zufrieden. „Die Eingänge über die Almhütte, den Erbsenbrunnen und den zum Neckar liegenden Teil der Marktstraße sahen super aus und kamen gut an. In der Mitte der Marktstraße müssen wir aber noch etwas tun“, so Dirk Strohm.

Neben alller Zufriedenheit gab es aber auch vereinzelt kritische Stimmen von Beschickern der Stände. So seien die Gebühren für die Stände stark angestiegen. Agentur-Chef Hackh entgegnete, dass er die Zahlen des Vorjahres nicht genau kennen würde, er aber so wie dieses Jahr kalkulieren musste, damit sich der Sternenmarkt lohne. Dirk Strohm fügte hinzu, dass man sich eben an den Stuttgarter Preisen orientieren müsse. Auch die Beschwerden eines weiteren Beschickers, der sich über unwahre, mündliche Absprachen ärgerte, schob Hackh einen Riegel vor. „Wir haben nichts versprochen, das wir nicht eingehalten haben.“ Trotz dieser wenigen kritischen Stimmen ist man zuversichtlich für die Zukunft. Strohm wünscht sich für die nächsten Jahre wieder mehr Zusammenarbeit mit Schulen, Chören und anderen Vereinen – denen man gerne einen Platz bieten würde. Und auch Hackh will bestehende Kooperationen, wie etwa mit der Stadtkirche, ausbauen.

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