Semijel Mulalic (links) bereitete ein Tor für den SV Grün-Weiss Sommerrain von. Foto: Archivfoto:Strehlow - Archivfoto:Strehlow

Einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg feierte Grün-Weiss Sommerrain gegen das Schlusslicht Spvgg Ost. Dabei waren die Ostler lange besser, doch Sommerrain wachte rechtzeitig auf.

Bad Cannstatt

Gäste im ersten Abschnitt besser

Grün-Weiss Sommerrain – Spvgg Ost 5:2

Die ersten 20 Minuten war Ost die spielbestimmende Mannschaft. Die Hintermannschaft der Gastgeber wurde sehr früh attackiert, so dass man sich beim Aufbauspiel sehr schwer tat. In der 11. Minute gab es nach einem Foulspiel einen Freistoß für Sommerrain. Nützler brachte den Ball in den Strafraum, Fohmann reagierte am schnellsten auf den Abpraller und traf zu diesem Zeitpunkt zum unverdienten 1:0. Sofort im Gegenzug wurde Toksöz auf die Reise geschickt. Dieser umkurvte drei Gegenspieler und schob locker zum Ausgleich ein – die Somerrrainer Hintermannschaft sah dabei nicht gut aus. Ost war zu diesem Zeitpunkt sehr dominant und drängte auf den Führungstreffer. In der 26. Minute foulte Stölzel im Strafraum Gästekapitän Ünlü. Den Foulelfmeter verwandelte Kammer sicher zur Gästeführung. Sommerrain kam nun über viele gewonnene Zweikämpfe und lange Bälle besser ins Spiel. So war es Mosca, der in der 30. Minute von Tsompanidis auf die Reise geschickt wurde und zum 2:2 einschob. Die zweite Hälfte begann für die Gastgeber besser. Mulalic setzte sich auf der linken Seite durch und flankte den Ball in die Mitte. Ein Gästespieler versuchte zu klären und köpfte den Ball ins eigene Tor. Sommerrain drängte nun auf das 4:2 und hatte gute Gelegenheiten, die aber durch Tsompanidis und Mosca ungenutzt blieben. In der 77. Minute eroberte Haug zusammen mit Tsompanidis den Ball im Mittelfeld. Der Ball wurde durchgesteckt zu Ebert, der zum erlösenden 4:2 traf. Von den Gästen kam nun nicht mehr viel, Einzelaktionen wurden von der Sommerrainer Abwehr souverän entschärft. Die Gäste haderten viel mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und fingen sich in den letzten Minuten auch noch eine Gelb-Rote Karte wegen Meckerns ein. Den Schlusspunkt setzte Ebert in der 90. Minute, nachdem er einen schönen Spielzug über Nützler und Rahm vollendete. Matthias Nützler

Nach Führung von der Rolle

TSV Uhlbach – SSV Zuffenhausen 1:4

Uhlbach kam ordentlich ins Spiel und erspielte sich nach sieben Minuten die erste Torchance. Mathias Bacher setzte sich rechts durch, sein guter Querpass fand in der Mitte aber keinen Abnehmer. Vier Minuten später machte er es besser. Seine Flanke segelte über Freund und Feind ins lange Eck. Ein glücklicher Treffer, jedoch der einzige Höhepunkt des restlichen Spiels seitens des TSV Uhlbach. Mit der 1:0-Führung im Rücken stellte der TSV das Fußballspielen, die Laufbereitschaft sowie die Leidenschaft komplett ein. Das Spiel plätscherte dahin. Bezeichnenderweise dafür der Anschluss in der 34. Minute. Ein unnötiger Ballverlust kurz vor dem Strafraum brachte Zuffenhausen ins Spiel, ein schneller Doppelpass mit anschließendem Flachschuss von L. Antonesi brachte den Ausgleich. Torhüter Daniel Reber war ohne Chance. Zwei Minuten später darbte die Uhlbacher Mannschaft noch in ihrer Lethargie und die Gäste markierten die Führung. Nach einem Eckstoß köpfte F. Göktas nahezu unbedrängt aus kurzer Distanz ein. Die ersehnte Halbzeit brachte seitens des TSV keine Besserung, im Gegenteil. In der 55. Minute eine Kopie des 1:2: Wieder Eckball, wieder F. Göktas, Kopfball, Tor – 1:3. Fünf Minuten später das nächste Geschenk. Ballverlust am Sechzehner durch Hafenrichter, F. Eichner wackelte selbigen danach aus und ließ Torhüter Reber keine Chance. Uhlbach wollte und konnte nicht, zwei Alutreffer waren ein Tropfen auf dem heißen Stein und resultierten aus Einzelaktionen. Zuffenhausen spielte das Ding konsequent herunter und ging als hochverdienter Sieger vom Platz.

Dem TSV Uhlbach II gelang nach einem guten Spiel ein 2:2 gegen den SSV Zuffenhausen II. Die Tore für Uhlbach erzeitelen Abdallah Kanteh und Abel Andom. Michael Mohsakowski

Bitterer Tag für den SSC

SSC – SG Untertürkheim 1:3

Beim Heimspiel gegen den Lokalrivalen aus Untertürkheim erwischten die Rothemden einen rabenschwarzen Tag. Dabei fing es zunächst gut an für den SSC: Zunächst war es Schöpper, der mit einem Fernschuss Gästekeeper Rehm fast kalt erwischte, sein Versuch ging jedoch knapp daneben. In der 8. Minute war es dann erneut Schöpper, der nach feinem Doppelpass mit Ganioglu quer auf Atzori legte, welcher keine Mühe hatte, den Ball aus kurzer Distanz zur verdienten 1:0-Führung zu versenken. Nur sieben Minuten später aber die Antwort der SGU: Nach einer Standardsituation nutzte Zipperlen die Verwirrung in der SSC-Hintermannschaft und staubte zum 1:1 ab. Die SGU hatte nun etwas mehr vom Spiel, der SSC kam nur noch selten vor das Gästetor. Folgerichtig die 2:1-Führung (34.) für die SGU durch Schlick, dessen Schuss SSC-Schlussmann Boic nicht mehr entschärfen konnte. Die zweite Hälfte war geprägt von vielen Nikligkeiten, unsauber geführten Zweikämpfen und zweifelhaften Entscheidungen des Schiedsrichters, welcher ebenfalls nicht seinen besten Tag erwischte. In der 55. Minute erhöhte Miniussi aus spitzem Winkel und nach Patzer von SSC-Keeper Boic auf 3:1 für die Gäste. Der SSC hatte im Anschluss eigentlich mehr vom Spiel, kam aber nicht mehr zwingend vor das Gästetor. Erst recht nicht ab der 80. Minute, als man sich selbst dezimierte und nach einer Rudelbildung gleich zwei folgenschwere Rote Karten kassierte. Präsentiert sich der SSC weiter in dieser Art, wird man bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Dominik Schiefer

Munk verschießt Strafstoß

TB Untertürkheim – ASV Botnang 3:3

Gegen den ASV Botnang sollte für den TBU nach der Auswärtsniederlage in Feuerbach nun wieder ein Sieg her. Doch in der Anfangsphase war der TBU zu zaghaft, die Gäste deutlich aggressiver und schneller am Ball. Folgerichtig gingen die Gäste dann auch in Führung. Ein eigentlich harmloser Schuss wurde immer länger, hüpfte unglücklich auf und ging zum 0:1 (13.) ins Eck. Nach einer halben Stunde erhöhten die Gäste, als die TBU-Abwehr nicht zum Ball ging und ein Botnanger zum 2:0 traf. In der Folge wurde der TBU dann besser und kam zum Anschlusstreffer. Yannick Munk (36.) setzte sich im Strafraum durch und traf aus 15 Metern ins linke Eck. Nach dem Seitenwechsel dann erneut die kalte Dusche für den TBU, die Gäste stellten den alten Abstand wieder her und erhöhten auf 3:1 (52.). Doch der TBU wollte sich nicht mit der drohenden Niederlage abfinden. Sandro Vukic wurde im Strafraum vom Torhüter gefoult und es gab Strafstoß. Jedoch setzte Munk (60.) den Ball knapp neben das Tor. Minuten später dasselbe Bild, Foul vom Torhüter, Strafstoß für den TBU, dieses Mal behielt Marvin Wolf die Oberhand und verkürzte zum 2:3 (79.). In der 85. Minute konnte der Torhüter dann eine starke Flanke von Kevin Schwedler nicht kontrollieren, Robin Haufe nutzte dies und spitzelt den Ball zum 3:3-Ausgleich ins Netz. Jetzt wollte der TBU noch mehr, doch Vukic schoss über das Tor (87.) und Oseme knallte den Ball aus 17 Metern an die Querlatte (89.), so dass es beim letztlich leistungsgerechten Remis blieb.

Der TBU II verlor gegen den ASV Botnang II mit 0:2. Torsten Senn

Zwei Freistoß-Tore von Can

MTV Stuttgart II – VfL Stuttgart 4:6

Ohne Daniel Jankovic, Carlo Bellia und Mathis Bramkamp trat der VfL beim MTV II an und wollte unbedingt gewinnen.

Die Partie begann für die Gäste auch nach Plan. In der 5. Minute bediente Egzon Sufaj mit einem Sahnepass seinen Stürmer, der zum 1:0 einnickte. Sollte das der Startschuss für ein Feuerwerk sein? Nein. In Minute 14 musste Verteidiger Rudi Hartmann die „Sense“ auspacken und der starke Unparteiische Marcus Vögeli entschied zu Recht auf Strafstoß. Der fällige Elfer wurde von Waldemar Schmidt sicher zum 1:1 verwandelt. Die Gastgeber standen sehr hoch und die Gäste ließen sich hinten hineindrücken und der Spielaufbau war somit kaum möglich. Mit perfekten Diagonalbällen knackte man aber dann das System des MTV II und in Minute 27 war es Melvin Alavac, der ein schier unmögliches Tor erzielte. Bedient von Lokman Koç traf er von der linken Strafraum-Ecke mit dem linken Fuß in den rechten oberen Knick des Tores – traumhaft. Dem VfL gelang vor der Pause sogar noch der 3:1-Halbzeitstand. In der 56. Minute verkürzte der MTV durch Theo Sauerborn auf 2:3. In Minute 57 wurde Koç am Sechzehn-Meter-Raum gefoult, der Keeper stellte die Mauer und Freistoßspezialist Aykut Can führte schnell aus und verwandelte den Ball auch noch im Winkel zum 4:2. Vier Minuten später erneut Freistoß, diesmal stellten sich die Hausherren vor den Ball, um eine schnelle Ausführung zu verhindern, jedoch kann es Can auch mit Mauer und prompt stand es 5:2. Jetzt kam noch einmal der MTV II. Beim VfL mehrten sich Verletzungen und der ein oder andere Spieler schleppte sich noch über den Platz. In Minute 77 staubte Dominik Schulz zum 3:5 ab und in der 90. Minute traf Daniel Melling zum 4:5. Das 5:5 hatte der MTV II auch auf dem Fuß, jedoch flog der Schuss über den Fangzaun. Den anschließenden langen Ball konnte Lokman Koç verwerten und sorgte für den 6:4-Endstand für den VfL

Der VfL II gewann gegen den TV Cannstatt durch Tore von Cistakov (2), Bellia, Graf und einem Eigentor mit 5:0.

Sasa Djakovic

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