Christoph Stegbauer (li.) steht Obertürkheim wieder zur Verfügung. Foto: Archiv - Archiv

Der Fußball-Bezirksligist VfB Obertürkheim muss bei den unberechenbaren Mannschaften von Beograd Stuttgart und SC Stammheim antreten.

Bad CannstattEntrüstet reagiert Stefan Schullehner auf die Aussage, dass sein Team nach dem Sieg über Vaihingen gerettet sei, man dem restlichen Saisonverlauf gelassen entgegenschauen könne. „Keineswegs, Echterdingen ist in der Landesliga noch nicht gesichert und sollten die doch noch runterkommen, dann kann es noch mal eng werden“, sagt der Trainer des VfB Obertürkheim . Bei genauem Blick sind es aber immerhin neun Zähler Vorsprung, den die Obertürkheimer schon auf den möglicherweise gefährlichen 13. Platz haben. Auch wenn Schullehner den Schulterblick nach hinten nicht verliert, wollen er und seine Mitspieler sich nach vorne orientieren. „Wir sind gut drauf und wollen weiter punkten.“ Doch die Kicker von der Hafenbahnstraße stehen am Sonntag bei Beograd und am Dienstag beim SC Stammheim – beide Begegnungen werden um 15 Uhr angepfiffen – vor ungewissen Spieltagen. „Beide Mannschaften sind Wundertüten mit unerwarteten Ergebnissen, sowohl positiv als auch negativ“, so Schullehner. Ganz besonders gilt dies für den noch akut abstiegsgefährdeten OFK Beograd Stuttgart. Vor zwei Wochen gab es gegen das damalige Schlusslicht Münster mit 0:5 eins übergebraten und dann siegte der OFK überraschend in Plattenhardt (3:1) und beim SC Stammheim (5:1), der zuvor mit überzeugenden Ergebnissen aufwartete. „Wir sind gewarnt.“ Fehlen werden dem VfB die verletzten Nikolai Pozorski und Florian Pachner, Steffen Kind und Sideris Papadopoulos sind privat verhindert. Dafür ist der Spielmacher und zukünftige VfB-Coach, Christoph Stegbauer, von seiner USA-Reise zurück.

Das Spiel um Platz drei findet am Sonntag (15 Uhr) auf der Sportanlage an der Hofener Straße statt: Die Spvgg Cannstatt (3. Rang/37 Punkte) empfängt den starken Aufsteiger TSV Bernhausen (4. Rang/35 Punkte/zwei Spiele weniger). „Ein schwerer Brocken, aber ich rechne mit einer guten und spannenden Partie, da beide Teams Qualität und den Kopf frei haben“, sagt Spvgg-Coach Stefan Schuon, der mit seinem Team den vierten Sieg in Folge anpeilt. Fehlen werden aus beruflichen Gründen Filip Anic, Khaled Almalla und Benjamin Reutzsch. Domenic Guagenti ist indes wieder fit. Nicht einfach werde auch die Partie am Dienstag (15 Uhr) bei Croatia Stuttgart. „Immer ein unangenehmer Gegner, vor allem auf dem Kunstrasen in West.“

Nach aktuellem Stand steigt niemand aus der Landesliga in die Stuttgarter Bezirksliga ab, so dass der jetzige vorletzte Platz dem TSV Münster zumindest zur Relegation reichen würde. Doch dieser ist noch lange nicht gesichert, weshalb Trainer David Biedemann und sein Team weiter punkten wollen und müssen. Auch am Doppelspieltag am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Plattenhardt (Platz 5) und am Dienstag zu Hause gegen den Tabellenvierten TSV Bernhausen. „Es ist an der Zeit, auch ein Team von oben zu ärgern und etwas mitzunehmen“, so Biedemann. In Plattenhardt muss der TSV auf Kapitän Daniel Schuch (privat verhindert) und den verletzten Rene Weinhardt verzichten. Mit Bernhausen hat der TSV erst an Ostern Bekanntschaft gemacht und 3:4 verloren. „Da waren wir ersatzgeschwächt, haben aber für die Verhältnisse ein gutes Spiel abgeliefert. In beiden Partien müssen wir wieder an unsere Grenzen gehen, dann ist was drin.“

Sieben Siege in sieben Spielen – es läuft beim Tabellenzweiten Türkspor Stuttgart . Und was Trainer Kerem Arslan am meisten begeistert: „Wir siegen nicht nur, sondern spielen attraktiven Fußball. Das ist für mich besonders wichtig.“ Sorge bereitet ihm indes der schmale Kader. Zuletzt musste selbst er wieder die Kickstiefel schnüren, zusätzlich nahmen zwei Akteure aus dem B-Team auf der Ersatzbank Platz. Für das Heimspiel am Sonntag, 15 Uhr, gegen den SC Stammheim ist die Situation nur geringfügig besser – Abwehrmann Kürsat Göktas ist nach überstandener Verletzung wieder einsatzbereit. Positiv jedoch: „Es sind nicht viele Spieler, aber sie sind gut.“ Gegen Stammheim – auch wenn das Team unberechenbar sei – wolle man den Siegeszug fortsetzen und die gute Heimbilanz mit nur einem abgegebenen Zähler gegen den Spitzenreiter Bonlanden ausbauen. Am Dienstag, 15 Uhr, empfängt man dann das Schlusslicht SV Vaihingen. Drei Punkte heißt erneut das Ziel, wobei diese Spiele stets gefährlich seien, so Arslan, da man Kellerkinder ungewollt unterschätze.

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