Sônia Staib (Mitte) war mit sechs Treffern beste Werferin der HSG Ca-Mü Foto: Archivfoto: Holger Strehlow - Archivfoto: Holger Strehlow

Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Ca-Mü-Max kommen im Heimspiel gegen Salamander Kornwestheim über 20:20 nicht hinaus.

Bad CannstattDer Tolpatschigkeit zweier Spieler­innen des SV Salamander Kornwestheim ist es zu verdanken, dass der Landesligist HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See letztlich beim 20:20 (12:10) noch einen Punkt ergatterte. „Sie haben Sekunden vor dem Schluss einen Tempogegenstoß gestartet und zwei Spielerinnen sich auf dem Weg zum Tor gegenseitig umgerannt. Da hatten wir Glück“, berichtet HSG-Coach Klaus Bender. Doch ein Sieg für die Gäste wäre auch des Guten zu viel gewesen. Denn: „Im Vergleich zur klaren Niederlage der Vorwoche hat sich meine Mannschaft enorm gesteigert, stark gespielt und hätte eigentlich den Sieg verdient gehabt“, weiß Bender. Vor allem die Abwehr fand wieder zu alter Stärke zurück. „Dieses Mal konnten wir uns auf den Defensivverbund verlassen, was auch die gerade Mal 20 Gegentore beweisen.“ Das Problem seien eher Durchhänger im Angriff gewesen. „Wir haben nach starken und treffsicheren Phasen im Angriff immer wieder leicht nachgelassen beziehungsweise unkonzentriert agiert. So gelang es nicht, entscheidend wegzuziehen.“

Indes perfekt begann die Partie für die Gastgeberinnen, während die Gäste überhaupt nicht in Schwung kamen. Dementsprechend warf der Gästecoach nach knapp sieben Minute die Grüne Karte. Die Auszeit war aus seiner Sicht dringend notwendig, denn die HSG führte zu diesem Zeitpunkt mit 4:0. Mehr als eine Minute nach der Unterbrechung war die torlose Zeit der Gäste vorbei. Dennoch: Nach 16 Minuten betrug der HSG-Vorsprung erstmals fünf Treffer. Allmählich hatten die Kornwestheimerinnen aber ihr Visier besser eingestellt und „wir wurden nun nachlässiger und ließen die Konsequenz im Abschluss vermissen“. Dementsprechend verkürzte Kornwestheim den Rückstand Stück für Stück. Zur Pause lagen sie noch 10:12 hinten, nach 37 Minuten gelang ihnen der Ausgleich, nach 44 Minuten gar die Führung. „Dann haben wir uns wieder gefestigt, lagen mit zwei Toren in Front, konnten aber nicht weiter wegziehen.“ Zweieinhalb Minuten vor Schluss brachte Kerstin Seele die HSG mit 20:19 in Front. Bereits sechs Sekunden später gelang den Gästen der Treffer zum 20:20-Endstand.

Zum letzten Spiel der Hinrunde und auch im Spieljahr 2019 tritt die HSG Ca-Mü-Max am Sonntag um 16 Uhr bei der HSG Lauffen-Neipperg an. Der Vorletzte hat bislang nur zwei Punkte verbuchen können. Die Vorgabe für die HSG aus Cannstatt ist klar. „Ich weiß nicht viel über den kommenden Gegner, aber wir müssen die Partie gewinnen. Egal wie“, sagt Coach Bender.

HSG Ca-Mü-Max: Jennifer Egyed, Marina Rüdinger (beide im Tor); Maike Riedel (3), Pascale Stolz (2), Jessica Himmer (1), Kerstin Seele (1), Jessica Nitz, Friederike Folda (2), Isabel Kaufmann, , Luisa Keyerleber, Katharina Roth (1), Pauline Kissing (4), Sônia Staib (6), Christiane Kappis.

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