Tobias Pichler und der TSV Schmiden sind Herbstmeister. Foto: Archiv Günter Schmid

Die Oberliga-Handballer des TSV Schmiden überzeugen über weite Strecken und siegen gegen den TV Weilstetten mit 30:24.

Einige Minuten nach dem Abpfiff am Samstagabend verabschiedeten sich die Handballer des TSV Schmiden gut gelaunt in die Kabine, um wenig später wieder zurückzukehren. An der Stimmungslage hatte sich nichts geändert, nur Tobias Pichler strahlte ein wenig mehr als seine Mitspieler. Der Kreisläufer hatte eine Goldmedaille um den Hals. Zwar waren alle TSV-Spieler nach dem verdienten 30:24 über den Tabellenvierten TV Weilstetten Gewinner. Doch Pichler wurde von seinem Trainerteam als bester Akteur seiner Mannschaft ausgemacht und „das wird bei uns mit einer Medaille belohnt“, sagt Schmidens Trainer Richard Babjak, der ebenfalls gut gelaunt war.

Aber nicht nur wegen des Sieges, sondern auch wegen der damit verbundenden Herbstmeisterschaft: Nach 13 Spieltagen führt die Schmidener Belegschaft die Oberliga-Tabelle mit drei Punkten vor dem HTV Meißenheim (ein Spiel weniger) an. Bislang sieht Babjak sein Team also auf Kurs, wobei er mit Blick auf den Rückrundenspielplan auf die Euphoriebremse tritt. Acht Auswärts- und nur fünf Heimpartien stehen an. Entscheidend wird dabei aus der Sicht des Coaches sein, „wie schnell wir in der Fremde bei Schwächephase wieder zurück zu unserem Konzept finden werden“.

Derweil gab es sie am Samstagabend auch bei den Gastgebern, die Schwächephasen. Es waren aber wenige, und Babjak gelang es, sein Team immer wieder zurück in die Spur zu bringen. Zum Beispiel vier Minuten vor dem Pausenpfiff, als die stets zurückliegenden Gäste mit 13:14 empfindlich nahekamen. Eine Auszeit mit der Ansage, Weilstetten im Angriff wieder energischer und offensiver zu attackieren, zeigte Wirkung. „Wir haben wieder zwei Schritte mehr auf sie zugemacht und sie hinter die Neun-Meter-Linie gebracht“, konstatiert Babjak. Zur Pause hieß es 15:14 für die Hausherren, die im zweiten Abschnitt konsequenter agierten und im Angriff weiterhin stark performten. Und wenn die Weilstettener, die in Jan Bitzer mit acht Treffern den besten Schützen der Partie stellten, mal bis auf zwei Tore aufschlossen, dann glänzte Schmidens Torhüter Magnus Riegel mit einer Parade und hielt sie wieder auf Sicherheitsabstand. Spätestens ab der 50. Minute war der Gäste-Widerstand gebrochen, und die Hausherren bauten ihren Vorsprung souverän bis auf 30:24 aus. Bester TSV-Werfer war Lino Klein mit sechs Toren. Nun ist Trainingspause bis zum 5. Januar, Rückrundenstart ist am 24. Januar zu Hause gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim.

Bleibt die Frage, warum die Goldmedaille dieses Mal an Tobias Pichler ging? „In der Abwehr hat er einen starken, aktiven Innenblocker gegeben und vorn am Kreis gute Sperren gestellt. Zudem zwei Tore gemacht“, begründet der TSV-Coach.

TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Klein (6), Feirabend (5/4), Baur (4), Robin Paul (4), Bühler (4), König (3), Pichler (2), Züfle (1), Nick Traub (1), Geßwein, Türk, Siebel, Weber.