Die HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See unterlag beim HC Winnenden mit 22:25 Foto: picture alliance / dpa/Ronald Wittek

Die Bezirksliga-Handballer der HSG Ca-Mü-Max haben nach couragierter Leistung in Winnenden das Nachsehen. Die Bezirksklasse-Handballer der HSG Gablenberg-Gaisburg bleiben auswärts weiter ohne Punkt.

Bad Cannstatt - Trotz einer Aufholjagd unterlag die HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See beim HC Winnenden mit 22:25 (9:12).

Die Ca-Mü-Max-Männer starteten überraschend schwach in das Spiel. Zunächst war sichtbar, dass die HSG im Vergleich zu anderen Spielen deutlich defensiver agierte, in der Anfangsphase jedoch auch extrem passiv. Jeder Fehler wurde rigoros durch die wurfstarken Rückraumspieler des HCW bestraft. Zu viel Standhandball gab es zudem im Angriff, wodurch der HC wenig Mühe hatte, die Stuttgarter anzulaufen und festzumachen. Ohne Zug zum Tor wurden keine Lücken gerissen und die Möglichkeiten begrenzten sich auf wenige gelungene Anspiele auf die Außen. Nach 18 Minuten lag man 4:10 zurück und der ein oder andere hätte möglicherweise einen Kantersieg der Gastgeber erwartet. Die HSG Ca-Mü-Max gab aber nicht auf: Man berappelte sich als Mannschaft, stellte offensiv auf ein risikoreiches 7:6-Überzahlspiel um und im Tor kam Joshua Denk in Fahrt. Durch gute Stoßbewegungen und Kreissperren meldete sich die HSG zurück, sodass man bis zur Pause auf 9:12 verkürzte.

Nach dem Wechsel hielt die HSG an dem in Württemberg entwickelten Spielsystem fest, doch es dauerte zehn Minuten, bis der HSG-Zug richtig ins Rollen kam. Der HC versuchte nun zur Abwechslung die Stuttgarter Außen kurz zu nehmen, wodurch die Rückraumspieler Franz Molnar und Alexander Zernack Platz hatten – in der 45. Minute erzielte Letzterer das 19:19-Ausgleichstor. Torhüter Denk war darüber hinaus Siebenmeterkiller und hielt die Nachwürfe konsequent zur Freude der ganzen HSG-Bank. Das Spiel blieb also bis kurz vor Schluss offen. Es war am Ende wohl die nachlassende Präzision beim Abschluss und ein Quäntchen Entscheidungspech bei verschiedenen Aktionen, die die nächste Überraschung verhinderte. Trainer Hoffmann fasste zusammen, „dass wir als Mannschaft die erste Viertelstunde nicht stattgefunden, uns dann stark zurückgekämpft haben und zum Ende hin ein bisschen zu ungeduldig geworden sind“. Letztlich stand eine 22:25-Niederlage.

HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See: Dietmar Stukowski und Joshua Denk im Tor, Florian Wondratschek (4), Miguel Rodrigo (1), Felix Mergenthaler (3), Valentin Derschka, Timo Di Benedetto, Alexander Zernack (2), Franz Molnar (4/1), Tim Nas (1), Marcel Frank, Daniel Schweizer (4), Julian Hellbach (2), Marc Hildebrandt (1).

Nächste knappe Auswärtspleite

Auf zwei knapp verlorene Auswärtsspiele (27:29, 25:27) folgte für das Team aus Stuttgart-Ost die nächste knappe Pleite in der Fremde. Trotz starker Aufholjagd bei den TSF Welzheim verlor die HSG Gabenblerg-Gaisburg mit 25:28 (13:14) und bleibt auswärts weiter ohne Punktgewinn.

Während die Turn- und Sportfreunde aus Welzheim mit einem voll besetzten Kader antreten konnten, spitzt sich die Situation bei Gablenberg-Gaisburg weiter zu. Neben einigen verletzten Stammspielern musste die HSG dieses Mal auch auf Torwart Florian Härter sowie auf den erkrankten Trainer Ralf Hönig verzichten. Interimsweise konnte Aleksandar Tolev als Coach aktiviert werden.

Die 1:0-Führung durch Janik Weisner, am Tagesende mit zehn Toren erneut bester Schütze der HSG, sollte dann auch die einzige Führung im gesamten Spiel bleiben. Das Heimteam startete konzentriert und in der 12. Minute prangte ein 9:2 auf der Anzeigentafel. Wie bereits in den vergangenen Spielen zeigten die Ga-Gas allerdings Kampfgeist und konnten pünktlich zum Halbzeitpfiff wieder auf 13:14 verkürzen. Die zweite Halbzeit sollte nun lange auf Augenhöhe stattfinden, wobei sich das Heimteam zehn Minuten vor Schluss erstmals mit drei Toren absetzen konnte (22:19). Zwar konnte Ga-Ga in der Folge noch einmal verkürzen, am Ende blieb der Kampfgeist aber ohne Punkte. Nach 6:0-Punkten zu Hause und 0:6 -Punkten auswärts findet sich das Team aus dem Stuttgarter Osten im Mittelfeld der Tabelle wieder.

HSG Gablenberg-Gaisburg: Engler (im Tor); Schiffer, Seitz (3), Kolb (2), Wahl, Weisner (10/3), Pflüger (2), Kautz (6), Rennhack (1), Betz, Trapp (1), Tolev.