An diesem Wochenende wird auch in der Bezirksklasse der Ball wieder aufs Tor geworfen, die Spielzeit 2020/21 startet Foto: dpa/Franz-Peter Tschauner

Sowohl der TV Obertürkheim, als auch der Aufsteiger HSG Gablenberg-Gaisburg, gehen mutig in die Spielzeit 2021/21.

Obertürkheim - Eine spannende Saison wird auch in der Bezirksklasse erwartet. Den Favoriten schlechthin scheint es nicht zu geben.

Der TV Obertürkheim beendete die Vorsaison auf dem 4. Platz. Im Bereich dessen, was sich die Obertürkheimerinnen samt Coach Boris Schneider vorgenommen hatten. „Es galt, sich zu verbessern, das ist uns gelungen“, weiß Schneider. Und nun? „Spielen wir eine ähnliche Rolle, dann sind wir zufrieden.“ Jedoch hat der Coach auch Verbesserungspotenzial erkannt. Gegen die drei vor dem TVO platzierten Teams habe man eine positive Bilanz aufweisen können, dafür aber gegen die schwächeren Klubs zum Teil geschwächelt. „Gegen das Schlusslicht haben wir mit einem Tor verloren. Wollen wir noch ein Stückweit weiter nach vorne kommen, müssen wir kon­stanter werden.“ Konstanter auch bei den Siebenmetern. Im Durchschnitt bekamen die Obertürkheimerinnen pro Partie sieben Versuche vom Strich aus zugesprochen. „Gerade mal 67 Prozent davon haben wir verwandelt. Dieser Wert sollte besser werden.“ Generell sei im Abschluss noch Luft nach oben. „Da müssen wir effizienter werden, haben zu viel verworfen.“ Vor allem bei Überzahlsituationen, weiß Schneider. Die Gegnerinnen haben gegen den TVO nämlich sehr viele Zwei-Minuten-Strafen aufgebrummt bekommen. „Aber auch diese Statistik spricht nicht für uns.“ Damit sich diese freundlicher gestaltet, wurde ein neues Überzahlsystem im Training einstudiert Tendenz: vielversprechend. „Diejenigen, die in die Abwehr mussten, haben mir gesagt, es sei unheimlich schwer, zu verteidigen. Nun müssen wir das in die Saison transportierten.“

Einen Favoriten hat Schneider nicht ausgemacht, hält aber die zahlreichen zweiten Mannschaften, unter anderem Alfdorf/Lorch/Waldhausen, immer für gefährlich, da man nie wisse, wer möglicherweise vom A-Team dabei ist. Zu dieser Kategorie zählt auch der morgige Auftaktgegner (Heimspiel, 17.40 Uhr) Weilimdorf/Feuerbach II. Personell gab es beim TVO nur geringfügige Veränderungen. Jenny Silberberger macht eine Babypause, dafür hat Rückraumspielerin Katja Beeg nach einer Auszeit und überstandenem Kreuzbandriss wieder mit Handballspielen begonnen.

Die HSG Gablenberg/Gaisburg ist zurück in der Bezirksklasse – und geht mutig die Saison an. Man spricht nicht – wie ansonsten für einen Neuling üblich – von Nichtabstieg. Vielmehr traut Trainer Markus Zeisler seiner Mannschaft „Platz 5 oder 6“ zu. Dies, obwohl mit Laura Witzler eine wichtige Spielerin auf längere Zeit fehlen wird. Die Rückraummitte-Spielerin hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. „Ein herber Verlust, den wir irgendwie kompensieren müssen und auch werden, da bin ich mir sicher“, gibt sich Zeisler kämpferisch. Nun müssten eben andere Spielerinnen in die Bresche springen. Er denke da unter anderem an die erfahrenen Kim Nakic und Nadine Mihr. Zeislers Zuversicht gründet auch in der guten Vorbereitung. Von Beginn der Corona-Krise an habe sein Team zuerst via Skype intensiv Hometraining betrieben und als es die Hallen wieder geöffnet wurden, hervorragend mitgezogen. „Ich bin in meiner ganzen Zeit als Trainer noch nie mit solch einer fitten Mannschaft in die Runde gestartet.“ Und weil das Team konditionell gut drauf ist, hat er auch gleich noch ein neues Spielsystem eingeführt. „Das ganze Spiel ist bei uns dynamischer geworden und über Tempogegenstöße wollen wir zu schnellen und einfachen Toren kommen. In Vorbereitung sah das schon gut aus.“

Bei der HSG gab es mächtig Zuwachs, weshalb man auch eine zweite Mannschaft meldet, mit „der wir aufsteigen wollen“, sagt Abteilungsleiterin Kim Nakic. Welche Spielerinnen das jeweilige Ziel angehen werden, sei noch recht schwammig, so Nakic. Grund: „Die Verzahnung zwischen erster und zweiter Mannschaft ist sehr eng, eine genaue Einteilung der Kader gibt es noch nicht.“ Zum Auftakt am Samstag (17.40 Uhr) beim Mitaufsteiger Winnenden 2 „wollen wir den ersten Sieg einfahren“, gibt der Coach die Richtung vor.

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