Der mit Abstand beste Mann in einem schwachen TVB-Team: Torwart Primoz Prost, hier gegen Essens Dimitri Ignatow. Foto: imago//Fabian Friese

Wenn beim TVB Stuttgart etwas nicht funktioniert, dann kommt es gleich zu einem Absturz aller Systeme. Das ist beim 20:27 in Essen nicht zum ersten Mal der Fall, weshalb Trainer Jürgen Schweikardt vor einem Rätsel steht.

Essen - Es ist ja nicht so, dass der TVB Stuttgart im Jahr 2021 das Handballspielen verlernt hätte. Der Bundesligist gewann nach starken Leistungen bei der MT Melsungen (30:28) und in Leipzig (25:23) und ließ auch im württembergischen Derby gegen den HBW Balingen-Weilstetten (27:23) nichts anbrennen. Doch nun folgte mit dem 20:27 (9:14) bei TuSEM Essen ein Rückschlag, der an die deprimierenden Heimpleiten gegen die Kellerkinder Eulen Ludwigshafen (26:29) und HSC 2000 Coburg (23:29) erinnerte. „Wir hatten gedacht, dass uns so etwas mit Siegen und Selbstvertrauen im Rücken nicht mehr passiert, es ist krass, wie schwankend unsere Leistungen sind“, sagte Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

Primoz Prost bester Mann

Vor allem, wenn der TVB als Favorit ins Spiel geht, lief es zuletzt schief. „Wenn wir schlecht spielen, wenn etwas nicht funktioniert dann kommt es gleich zu einem Totalversagen in allen Bereichen. Ich habe dafür keine Erklärung“, meinte der Coach. Alle Feldspieler beteiligten sich an den 18 Fehlwürfen und 19 technischen Fehlern. Der mit Abstand beste Mann stand im Tor. „Primoz Prost hat sehr gut gehalten“, lobte Schweikardt.

Mit Bitter gegen den SCM?

Ob der am Rücken verletzte Stammkeeper Johannes Bitter am kommenden Sonntag (13.30 Uhr/Porsche-Arena) gegen den SC Magdeburg wieder spielen kann, ist offen. Fest steht: Weder gegen das zweitplatzierte Team von Trainer Bennet Wiegert noch am 3. April (20.30 Uhr) beim deutschen Rekordmeister THW Kiel geht der TVB als Favorit ins Spiel. Ein Vorteil, wenn man die vergangenen Auftritte betrachtet

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