Der SVK-Kapitän ist nach seiner langen Verletzung wieder zurück: Für zwei Punkte gegen Würzburg reichte es für Christopher Tinti dennoch nicht. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Auch dank der starken Leistung von Wölfe-Keeper Moritz Ebert unterliegen die Handballer des SV Kornwestheim in Würzburg 29:32.

Den Drittliga-Handballern des SV Kornwestheim gelang es am Samstagabend gegen die Wölfe Würzburg nicht ihre volle Leistung abzurufen. Das Team leistete sich vor allem in der Offensivarbeit zu viele Fehler. In einem dennoch sehr spannenden Spiel müssen sich die Lurchis mit 29:32 (10:14) geschlagen geben. Dennoch hatte der Abend auch etwas Erfreuliches: Kapitän Christopher Tinti stand nach seiner Schulter-Operation wieder auf der Platte.

Die Begegnung in der tectake-Arena in Würzburg startete mit einem hohen Tempospiel. Die Wölfe zeigten dabei ein gutes Rückzugsverhalten, dennoch gelang es den Kornwestheimern zunächst mit schnellen Tempogegenstößen die Tore zu landen. So führte das Wolfsrudel nach knapp zehn Minuten die Partie lediglich mit einem Treffer (5:4) an. Zunehmend unterliefen den Blauen dann zu viele technische Fehler. Nicht unbeteiligt an den misslungenen Torwürfen war auch Wölfe-Keeper Moritz Ebert, der viele Paraden lieferte.

Finn Joneleit bringt Lurchis wieder ran

Die Anfangsviertelstunde war noch nicht vollendet, da führte der Gastgeber mit 8:5. SVK-Trainer Alexander Schurr legte die grüne Karte auf den Tisch und hielt Rücksprache mit seiner Sieben. Zunächst erfolglos, die Wölfe zogen weiter davon, vergrößerten ihren Vorsprung auf 13:7. Der Coach stellte um, brachte Christopher Tinti und Neuzugang David Selinka. Rückraumspieler Selinka verkürzte auf 8:13, und Fabian Kugel legte zum 9:13-Rückstand nach. In die Halbzeitpause ging es dann mit 14:10 für die Hausherren.

In die zweite Spielhälfte startete die Schurr-Sieben ähnlich kämpferisch, aber auch von Fehler behaftet. Christopher Tinti erwies sich vor allem in der Defensivarbeit als gute Stütze. Der Mannschaftskapitän war ungeplant zum Einsatz gekommen, da Linkshänder Jan Döll beim Aufwärmen über Probleme im Oberschenkel klagte. Tinti sprang ein. „Es hat mich sehr gefreut, dass es so spontan für einen Einsatz gereicht hat“, sagte der Kapitän.

In der 40. Minute verkürzte Finn Joneleit erstmals wieder auf einen Drei-Tore-Rückstand (17:20). Wiederum Joneleit war es, der in der 49. Minute den Spielstand auf 24:26 Treffer zum Einzug auf die Schlussgerade stellte. Die Partie blieb äußerst spannend. Die Lurchis boten den über 1000 Zuschauern gegen die konstant starken Würzburger einen wahren Krimi in der Crunch-Time.

Lob für David Selinka von Coach Schurr

Wieder einmal war es Wölfe-Torhüter Ebert, der mit zwei Paraden zum Schluss, der Schurr-Sieben jegliche Hoffnung auf ein Unentschieden nahm. Die Kornwestheimer mussten sich daher mit 29:32 geschlagen geben. „Wir waren heute nicht da und haben vorne zu leichte Fehler gemacht“, sagte Christopher Tinti nach dem Spiel enttäuscht. Trainer Alexander Schurr stimmte seinem Kapitän zu, wusste aber auch die sehr gute Leistung der Hausherren zu schätzen. Der Coach freute sich über Selinkas ersten Treffer für die Blauen. „Tolles Ding, hat mich sehr gefreut“, sagte Schurr und ist sich sicher: „Da wird in Zukunft noch mehr kommen. Wir arbeiten daran.“

SV Kornwestheim: David, Henke – Reusch (2), Taafel (1), Keil, Zeppmeisel (5), Kugel (1), Kazmeier(7/4), Tinti, Lanig, Lantella (3), Döll, Selinka (1), Bahmann, Joneleit (9).