Kücheninsel mit integrierter Spüle und Sitzgelegenheit. Foto: shadowfirearts © pixabay.com (CC0 Public Domain)

Der anhaltende Immobilienboom, der durch die niedrigen Zinsen ausgelöst und angefeuert wird, hält trotz der Coronakrise an. Günstiges Geld zu bekommen heißt auch, dass man sich beim Neubau oder Umbau seine Küchenträume erfüllen kann. Eine Küche ist eine Anschaffung „fürs Leben“ oder mindestens für fünfzehn bis zwanzig Jahre. Sie will also gut geplant und ausgeführt sein, damit man die Freude daran nicht verliert.

Moderne Küchen zeichnen sich durch eine sehr geschlossene und einheitliche Form aus. Die Einbauküche gehört heute zum Standard und hat die freistehenden Küchenmöbel schon längst abgelöst. Ihre Vorteile:

  • Maßgeschneiderte Möbel ermöglichen es, den gesamten Raum perfekt auszunutzen.
  • Es gibt keine Ritzen oder Schlitze, wo sich Schmutz ansammeln kann. Einbauküchen sind rundherum geschlossen bzw. mit den Wänden verbunden. Fußleisten verhindern, dass Dinge unter die Küche rollen können. Eine solche Küche lässt sich leicht sauber halten.
  • Eine Einbauküche ermöglicht es, dass der Raum ordentlich und sortiert wirkt. Es gibt viel Stauraum, sodass keine Dinge herumstehen.
  • Alle Geräte sind unter den Fronten der Küche integriert und leicht zu säubern. Es ergibt sich ein angenehmes und einheitliches Bild. Backofen, Geschirrspüler, Spülenschrank, immer gibt es eine leicht zu säubernde Fläche.
  • Wenn man Küche im Raum anordnet, ist es einfach, sie in Zonen zu unterteilen. Der Wasch-, Koch- und Schneidebereich können leicht getrennt werden. Auf diese Weise kann jeder Zentimeter Platz genutzt werden.
  • Auch außergewöhnliche Grundrisse lassen sich perfekt nutzen.

Welche Grundrisse sind möglich?

Eine Einbauküche kann in jedem denkbaren Grundriss geplant und individuell umgesetzt werden. Dabei können auch die Fenster als gestalterisches Element genutzt werden, etwa indem die Spüle darunter eingebaut wird. Die einzige Begrenzung ist die Größe des Raumes. Bei der Planung sollte berücksichtigt werden, ob in der Küche auch gegessen werden soll/kann und ob es zusätzlichen Stauraum wie eine Speisekammer gibt. Wird die Küche häufig von einer eher kleinen Person benutzt, sind sehr hohe Hängeschränke nicht sehr sinnvoll. Auch die Höhe der Arbeitsplatten und Spüle sollte auf die Größe der Personen angepasst sein.


Das sind sie häufigsten Küchenformen:


Einteilige Küchenzeile: Dabei handelt es sich um die kleinste Küche, die nur aus einer Zeile besteht, in der alle Geräte untergebracht sind. Ideal für kleine Räume und Singlehaushalte.

Zweizeilige Küche: Hier gibt es zusätzlich eine zweite Zeile, was mehr Möglichkeiten für Stauraum und Arbeitsfläche bietet. Meist liegen sich die Zeilen gegenüber. Bei der Planung sollte auf kurze Wege geachtet werden. Es muss ausreichend Platz zwischen den beiden Küchenzeilen sein, damit man sich frei bewegen kann, doch zu weit sollten sie nicht auseinanderstehen. In einer zweizeiligen Küche wird in der Regel kein Essplatz untergebracht, weil man diesen jedes Mal umrunden müsste, wenn man etwa von der Spüle zum Herd geht. Diese Form ist auch für mittelgroße Haushalte gut geeignet, vorausgesetzt, es befindet sich ein Essplatz in der Wohnung oder dem Haus. Eine zweizeilige Küche kann jedoch auch in einem sehr großen Raum untergebracht sein, eventuell mit einer Insel in der Mitte. Dann muss jedoch sehr sorgfältig geplant werden, welche Geräte sich wo befinden sollen.

Küche in L-Form: Das ist eine der beliebtesten Küchenformen, wobei zwei Zeilen über Eck miteinander verbunden sind, sodass sie ein L ergeben. Diese Form eignet sich für kleine und große Küchen gleichermaßen. Es kann zusätzlich ein Esstisch integriert werden. Diese Küche bietet viel Stauraum und Arbeitsfläche und ermöglicht kurze Wege.

Küche in U-Form: Die Küchenform kommt besonders in sehr großen Räumen zum Einsatz. Hier ist viel Stauraum und Arbeitsfläche möglich, doch es muss gut geplant werden, um unnötige Wege zu vermeiden. Ein Esstisch sollte nur außerhalb des Küchenbereichs aufgestellt werden, da er sonst im Weg wäre.

Ein Tresen lässt sich sehr gut integrieren, vielleicht an einer der Zeilen, sodass aus dem „U“ der Küchenform ein „G“ wird.

Was sind die Vorteile einer Kücheninsel?

Eine Kücheninsel ist der Traum vieler Häuslebauer. Dieser Trend kommt aus den USA und gilt als schick. Doch ist er auch praktisch? Wenn ausreichend Platz für eine Insel vorhanden ist, dann kann sie einige Vorteile haben.

  1. Eine Insel fügt zusätzlichen Stauraum hinzu: Wenn in der Küche zu wenig Stauraum vorhanden sind, kann eine Kücheninsel das Problem lösen. Mit der Option auf zusätzliche Schubladen, ausziehbare Regale und Schränke ist die Insel eine Erweiterung des vorhandenen Raumes. Der größte Vorteil: Jeder kann ihn erreichen.
  2. Unter der Insel ist ein guter Platz für die Mülleimer, der den Rest der Arbeitsbereiche nicht beeinträchtigt.
  3. Egal, ob es Zeit für Hausaufgaben ist oder ob sie beim Abendessen helfen, eine Kücheninsel ist ein großartiger Ort für Kinder, um sich als Teil des Geschehens zu fühlen und. Eine Kücheninsel kann als informeller Essbereich für die Kinder oder als zusätzliche Sitzgelegenheit bei Unterhaltung dienen.
  4. Eine Kücheninsel kann ein spannendes, gestalterisches Element sein. Ohnehin bieten sich heute beinahe unendliche Möglichkeiten, was die Farben, Oberflächen und Materialien der Einbauküche betrifft, doch mit einer Insel, die ein Farbtupfer und Hingucker sein kann, erweitern sich die Möglichkeiten erneut.
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