Bei Bürger in Crailsheim sind für den Einzelhandel so viele Maultaschen vom Band gelaufen wie nie zuvor – doch das Geschäft mit Kantinen und Mensen ist eingebrochen. Vor ähnlichen Problemen stehen weite Teile der Lebensmittelbranche. Foto: Bürger

In der Corona-Krise verzeichnen Supermärkte und Discounter Rekordumsätze. Doch die Lage in der Lebensmittelbranche ist höchst unterschiedlich. Bäcker oder Metzger tun sich genauso schwer wie Produzenten, die vor allem Großverbraucher beliefern.

Ditzingen - Maultaschen, Schupfnudeln und Spätzle sind offenbar nicht nur für den Magen gut, sondern auch fürs Gemüt. Jedenfalls stürmten die Kunden die Regale, als es im Frühjahr coronamäßig zum ersten Mal ans Eingemachte ging. Wenn sie schon während des Lockdowns daheim sitzen mussten, wollten die Leute dabei besonders gern mit regionalen Spezialitäten Leib und Seele stärken. „Im März sind wir mit der Produktion kaum nachgekommen“, sagt Martin Bihlmaier, Geschäftsführer des Teigwarenproduzenten Bürger. Als die Kühlschränke voll waren, ging die Nachfrage wieder etwas zurück. Doch unterm Strich sind die Aussichten für das Einzelhandelsgeschäft in diesem Jahr rosig, zumal die umsatzstarke kalte Jahreszeit erst beginnt.

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