Hitler erkannte schlafwandlerisch, wie sehr katholische Würdenträger am Punkt des sexuellen Missbrauchs erpressbar waren. Foto: picture alliance / ullstein bild

1936/37 wurde in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs gegen Hunderte Priester und Ordensleute ermittelt.

Berlin - Wenn derzeit von Kardinal Woelki, katholischen Geistlichen und sexuellem Missbrauch gesprochen wird, erklingt nicht selten der Ruf nach der Strafjustiz. Neu ist das nicht: 1936/37 wurde in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs gegen Hunderte Priester und Ordensleute ermittelt. Schnell waren rund 250 einschlägige Verfahren anhängig. Während der öffentlich inszenierten Prozesse durchsuchte die Gestapo die Generalvikariate der Bistümer Köln und Aachen. In Trier beschlagnahmte sie die Personalakten von 52 Geistlichen und filzte die Privatwohnung des Bischofs wegen „geistlicher Sittlichkeitsverbrechen“.

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