Kickers-Geschäftsführer Matthias Becher (l.) mit den neuen Caterern: Natascha Flamm, geschäftsführende Gesellschafterin, und Mitgesellschafter Daniel Anselment von Rauschenberger. Foto: Kickers

Die Rauschenberger Gruppe übernimmt das Catering bei den Kickers – beim Imbiss und im Businessbereich. Was hinter Schmückers Abschied steckt und was sich für Fans ändern soll.

Bei den Stuttgarter Kickers steht zur Saison 2026 ein Wechsel abseits des Rasens an: Im Gazi-Stadion auf der Waldau übernimmt die Rauschenberger Gastronomiegruppe das Catering. Der bisherige Partner Michael Schmücker, der fünfeinhalb Jahre für die Bewirtung bei den Blauen verantwortlich war, scheidet aus – wohl im Guten und mit gegenseitiger Wertschätzung, wie beide Seiten betonen. Der Vertrag war Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen.

Mit Rauschenberger holen die Kickers ein Unternehmen ins Boot, das zu den führenden Anbietern im Bereich Fine-Dining und Eventcatering zählt. Das familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart beschäftigt mehr als 400 Mitarbeitende und ist national wie international aktiv. Sportveranstaltungen gehören seit Jahren zu den Schwerpunkten der Gruppe, die von sich sagt, sie stehe für hohe Qualitätsstandards in Service und Gastlichkeit.

„Michael Schmücker bleibt ein gern gesehener Gast“

„Wir bedanken uns bei Michael Schmücker und seinem Team für die stets professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen fünfeinhalb Jahren“, sagt Kickers-Geschäftsführer Matthias Becher. Schmücker sei nicht nur ein zuverlässiger Partner gewesen, sondern auch menschlich eng mit dem Verein verbunden. Becher: „Er ist und bleibt ein sehr gern gesehener Gast bei den Stuttgarter Kickers, und wir wünschen ihm und seinem Team für die Zukunft nur das Beste.“

Nachdem der Vertrag mit Michael Schmücker ausgelaufen war, hatte der Verein Gespräche mit Gastronomen geführt. Eine offizielle Ausschreibung gab es nicht, was auch gar nicht notwendig gewesen wäre in diesem Fall, so Becher. Der Wechsel beim Catering ist Teil einer strategischen Weiterentwicklung. „Mit Rauschenberger gewinnen wir einen erfahrenen Partner, mit dem wir uns nochmals weiterentwickeln möchten – sowohl im Businessbereich als auch an unseren Stadionkiosken“, erklärt Jürgen Kindler, im Präsidium der Kickers für die Infrastruktur zuständig.

Kickers und Rauschenberger wollen Wartezeiten verkürzen

Dabei seien auch die Rückmeldungen der Fans in die Entscheidung eingeflossen. „Wir wissen, dass die Wartezeiten an den Kiosken in der Vergangenheit herausfordernd waren“, sagt Kindler. Gemeinsam mit dem neuen Partner wolle man gezielt an Verbesserungen arbeiten – gleichzeitig sei aber auch klar, dass die Infrastruktur am Standort gewisse Grenzen setze. Wenn alle gleichzeitig in der Halbzeitpause die Stadionwurst wollen, sind Schlangen nicht zu vermeiden. Eine Verbesserung wird nach dem Umbau erwartet.

Michael Schmücker wird nun Caterer im Haus der Wirtschaft Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Auf Seiten von Rauschenberger blickt man mit Vorfreude auf die neue Aufgabe. „Unsere Leidenschaft ist es, Gäste wie Freunde zu empfangen und ihnen besondere Momente zu bereiten“, sagt Natascha Flamm, geschäftsführende Gesellschafterin. Mitgesellschafter Daniel Anselment erklärt: „Mit den Kickers verbindet uns nicht nur der Standort, sondern auch der Anspruch an Qualität und Gastfreundschaft.“

Michael Schmücker übernimmt das Catering im Haus der Wirtschaft

Die Gespräche zwischen Verein und neuem Caterer verliefen nach Angaben beider Seiten von Beginn an persönlich und partnerschaftlich. Entsprechend groß ist die Zuversicht, mit der Entscheidung die richtige Weiche für die kommenden Jahre gestellt zu haben.

Und Michael Schmücker? Der scheidende Kickers-Caterer blickt ohne Groll zurück. Es sei nicht immer leicht gewesen, alle Bedürfnisse im Stadion unter einen Hut zu bringen – vom klassischen Stadionimbiss bis zur VIP-Bewirtung. Er hätte grundsätzlich gern weitergemacht, „aber nicht unter allen Umständen“, sagt er unserer Redaktion. Für ihn geht es dennoch erfolgreich weiter: Künftig wird Schmücker das Catering im Haus der Wirtschaft übernehmen – ein neuer Auftrag, der für ihn den passenden Übergang markiert.