Es gibt einige Methoden, um Brennnesseln loszuwerden. Foto: dpa/Mascha Brichta

Brennnesseln gehören nicht gerade zu den beliebtesten Pflanzen. Viele Menschen wollen sie deshalb aus dem eigenen Garten verbannen – manche schwören jedoch auf die Kraft der Brennnessel.

Esslingen - Jeder kennt sie, und die meisten Menschen können sie nicht besonders gut leiden: Die Rede ist von der Brennnessel. Dabei handelt es sich um eine Pflanze, die auf besonders stickstoffhaltigem Boden wächst. Man unterscheidet zwischen zwei Brennnessel-Arten: der Großen und der Kleinen. Erstere (spitz gesägte Blätter) übersteht mehrere Jahre, das kleinere Exemplar mit rund gesägten Blättern ist dagegen nur einjährig. Eines haben jedoch beide Arten gemeinsam: Wenn man sie berührt, schmerzt es.

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Deswegen wollen die meisten Menschen Brennnesseln nicht in ihrem Garten haben. Es gibt mehrere Wege, die Pflanzen loszuwerden – einer beinhaltet eine Motorsense. Doch bei diesem Weg muss beachtet werden, dass ein lediglich oberflächliches Entfernen der Brennnesseln keinen nachhaltigen Erfolg bringen wird. Darum ist es wichtig, die betroffenen Gartenflächen umzugraben, um wirklich jeden der vielen Wurzelausläufer zu erwischen.

Wem der eigene Garten dafür zu schade ist, kann die Brennnesseln mit Mulchfolie abdecken. Das dauert zwar länger, ist jedoch überaus wirksam. Bei dieser Methode bekommen die Pflanzen weder Licht noch Luft und gehen mit der Zeit ein. Einziges Manko: Bis es soweit ist, kann es bis zu zwölf Monate dauern. Doch nicht jeder möchte Brennnesseln zwingend loswerden – einige Hobbygärtner schwören zum Beispiel auf Brennnesseljauche. Dabei handelt es sich um einen äußerst wirkungsvollen Bio-Dünger, der aufgrund seines hohen Stickstoff- und Kaliumgehalts den meisten Pflanzen guttut. Zur Herstellung vermischt man ein Kilogramm klein geschnittene Brennnesseln und zehn Liter Wasser in einem Behältnis. Das Gefäß sollte dann zwei bis drei Wochen an einem schattigen Platz aufbewahrt werden. Wer den bei der Gärung entstehenden Geruch ein wenig in den Griff bekommen möchte, kann eine kleine Menge Steinmehl dazugeben. Außerdem ist es wichtig, das Gemisch täglich einmal umzurühren, um die Jauche mit möglichst viel Sauerstoff anzureichern. Wenn die Mischung nicht mehr schäumt, ist der Gärungsprozess gestoppt und die Jauche fertig. Dann müssen nur noch die festen Bestandteile ausgesiebt werden und die Jauche vor der Anwendung im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt werden.

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