Foto: Patricia Sigerist

Mit sechs erfahrenen Neuzugängen will das Verbandsliga-Schlusslicht SV Fellbach den Klassenerhalt noch schaffen. Morgen beim Kellerkind VfL Pfullingen.

Fellbach - Die bisherige Saison verlief ernüchternd für die Fußballer des SV Fellbach. Der Aufsteiger ziert das Ende der Tabelle, rangiert fünf Zähler hinter dem Relegations- und sechs hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. Untätig schaut man am Max-Graser-Stadion dem Abgrund Richtung Landesliga aber nicht entgegen. Vielmehr wurde ordentlich personell aufgerüstet, um den Nichtabstieg doch noch zu schaffen. Wohl eine kostspielige Angelegenheit, denn unter den sechs neuen Kräften sind einige Ex-Profis. Aus Sicht von Trainer Giuseppe Greco bringen die Neuankömmlinge „viel Erfahrung ins Team und uns sofort weiter“. Allen voran der 34-jährige Hakan Aslantas. Dieser spielte in der Jugend beim VfB Stuttgart, war 15 Jahre lang Profi und zuletzt in der Türkei bei Eskisehirspor am Ball. Der Defensivallrounder sei wichtig für das Mannschaftsgefüge und mache klare Ansagen auf dem Platz. Ein Schritt nach vorne im Vergleich zur Vorrunde – einen lautstarken Leader hat den Fellbachern bislang gefehlt.

Stürmer von den Kickers

Um von hinten wegzukommen, sind auch Tore wichtig. Damit geizte der SVF bislang. 21 Treffer in 17 Spielen bedeuten Liga-Minusrekord. Für Abhilfe soll Shkemb Miftari sorgen. Der Bayer war Stürmer Nummer 3 und somit Bankdrücker beim Oberliga-Vize Stuttgarter Kickers. Bislang hat er in jedem Vorbereitungsspiel getroffen. „Er ist kaltschnäuzig vor dem Tor. Das hat uns gefehlt.“ Denn am Herausspielen von Möglichkeiten habe es nicht gemangelt, vielmehr am Verwerten. Und auch die anderen Neuen – Charalambos Parharidis (Zentrale Mittelfed/SGV Freiberg), Ricardo Leonel Carvalho (Verteidigung/UP Plasenc ia/Spanien), Georgios Mahlelis (zentrales Mittelfeld/TSV Schornbach) und Heimkehrer Robin Binder (Außenbahn/SV Breuningsweiler) – würden der Mannschaft gut tun und zusätzlich für noch mehr Konsequenz und Ernsthaftigkeit im Training sorgen.

Die Grundlagen für eine positivere Rückrunde scheinen geschaffen, nun muss die Mannschaft im Ernstfall aber liefern. Und das ordentlich. Von den noch ausstehenden 15 Partien müssen laut Grecos Rechnungen mindestens acht gewonnen werden. Vor allem diese gegen unmittelbare Konkurrenten. Dazu zählt der morgige Gegner VfL Pfullingen, der drei Plätze und vier Punkte besser als die Kappelbergstädter dasteht. „Mit einem positiven Erlebnis wollen wir die Aufholjagd starten.“ In der Vorrunde ging der SVF gegen Pfullingen indes leer aus – das Heimspiel wurde mit 1:3 verloren.

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