In der Kreisliga A1 Enz/Murr setzt sich der GSV Höpfigheim mit 6:4 beim TSV 1899 Benningen durch. Der SGV Murr behauptet mit einem Zittersieg die Tabellenspitze.
Ein Quartett kristallisiert sich inzwischen im Meisterschaftsrennen der Kreisliga A1 Enz/Murr heraus: Ligaprimus bleibt dabei nach einem knappen 2:1 (1:1)-Sieg bei Kellerkind TSV Asperg der als einziges Team noch ungeschlagene SGV Murr, doch die Verfolger TSV Grünbühl, VfB Neckarrems 1913 und TSV Affalterbach halten Anschluss.
Für den SGV Murr war das 2:1 in Asperg zwar der neunte Sieg in Folge, doch der Auftritt des Favoriten erinnerte wie zuletzt schon häufiger ein wenig an das berühmte Pferd, das nicht höher springt, als es muss. „Wenn es gegen uns geht, haben die Gegner eben nichts zu verlieren und sind besonders motiviert“, warb SGV-Trainer Ben Blümle aber um Verständnis für seine Mannschaft, die die gestellten Aufgaben schließlich bislang immer gelöst hat. In Asperg geriet man zunächst in Rückstand (8.), doch Michael Winkle glich per Kopf umgehend wieder aus (10.). Kurz nach der Halbzeit gelang dann Torjäger Christian Krauß per Flachschuss schon der 2:1-Siegtreffer (47.). „Danach haben wir den Sack leider nicht zugemacht und es wurde in der Endphase noch das ein oder andere Mal knapp“, berichtete Blümle.
Deutlich mehr Spektakel bieten derzeit die Auftritte des ersten Verfolgers TSV Grünbühl, der beim GSV Erdmannhausen einen 8:1 (4:0)-Kantersieg feierte. So schlecht sah GSV-Spielertrainer Alexander Berg die eigene Leistung aber gar nicht: „Wir haben das Zentrum eigentlich gut dicht gemacht, aber zu viele Standardgegentore kassiert“, befand er. Entscheidend dafür, dass es so deutlich wurde, war Berg zufolge aber vor allem die sehr harte Gelb-Rote Karte, die der Unparteiische nach zwei Allerweltsfouls Efe Sert schon vor der Halbzeit zeigte (35.). Nick Rath gelang der einzige GSV-Treffer.
Keine Mühe hatte der TSV Affalterbach bei seinem 6:0 (4:0)-Erfolg gegen den FSV Oßweil. „Das war souverän von der ersten bis zur letzten Minute“, lobte der TSV-Coach Dennis Grab und sah von seiner Mannschaft „schönen Fußball“. Dabei stellte Affalterbach durch einen Doppelschlag von Olade Wassiou Salami und Katriel Lovaglio (6., 8.) die Weichen schon frühzeitig auf Sieg. Zwei weitere Male Lovaglio, Dominik Janzer und Jannik Stephan erzielten die übrigen Treffer.
Einen ganz wichtigen Dreier im Abstiegskampf fuhr der GSV Pleidelsheim II mit dem 5:2 (2:1) gegen den direkten Konkurrenten VfB Tamm ein. „Diesen Gegner mussten wir schlagen“, war GSV-Trainer Gert Ranzinger erleichtert und sah „das Spiel fußballerisch auf unserer Seite“. In seiner Elf, die den anfänglichen Rückstand unbeeindruckt wegsteckte, glänzte Marcel Ott als Dreifach-Torschütze. Zudem waren Jonathan Pasternak per Strafstoß und Nick Weiden erfolgreich.
Im Kellerduell setzte sich Aufsteiger GSV Höpfigheim mit 6:4 (4:2) im Kirbespiel beim Tabellenletzten TSV 1899 Benningen durch und verließ die Abstiegsränge. „Für mich persönlich schon ein besonderer Sieg“, räumte GSV-Coach Thomas Lembeck ein, für den es die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte war. „Das Spiel war von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Letztlich haben wir uns aber ein paar weniger geleistet“, urteilte er nach dem Abpfiff.
Benningen führte zwar nach Toren von Michael Brendel und Nick Gruber (5., 9.) schnell mit 2:0, doch bis zur Halbzeit hatte Höpfigheim daraus bereits eine 4:2-Führung gemacht und ließ sich nach Wiederanpfiff nicht mehr die Butter von Brot nehmen. Kevin Schwerthalter (3), Ilir Ternava, Christian Kreutter und Mert Aydin trafen für den Gast, die weiteren Benninger Tore gelangen Oldie Dominik Wels und Angelo de Capua.