Am Wochenende kommen die Bälle wieder aus dem Netzen. Foto: frog/Holger Strehlow

Die Spvgg Cannstatt empfängt die SG Untertürkheim, der TB Untertürkheim erwartet den TSV Musberg, Türkspor Stuttgart tritt beim SV Vaihingen an.

Bad Cannstatt -

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Hochbetrieb herrscht derzeit im Trainer bei der Spvgg Cannstatt. Im Abschlussspiel am Donnerstag „ging es gut zur Sache, wir haben elf gegen elf gespielt“, freut sich Spvgg-Coach Carmine Napolitano, der vor dem Heimspiel am Sonntag, 5. September, 15 Uhr, gegen die SG Untertürkheim aus dem Vollen schöpfen kann. Von den 22 Akteuren könne er alle bedenkenlos aufs Feld schicken, es sei kein Leistungsabfall zu befürchten. Große Gedanken über die Startformationen macht sich Napolitano aber nicht, vertraut den elf Akteuren, die zum Saisonauftakt die Basisarbeit für den letztlich überzeugenden 7:1-Erfolg über OFK Beograd verrichtet haben. Wobei hinter den Einsätzen von Mittelfeldspieler Pascal Geidies und Offensiv-Mann Gianluca Marsiglio noch Fragezeichen stehen würden. „Beide waren während der Woche verschnupft. Mal schauen ,ob es bei ihnen geht.“ Doch egal, wie die Anfangsformation auch aussehen wird, die Spvgg wolle die aktuell gute Stimmung, das Selbstbewusstsein und Momentum mit in die SGU-Partie transportieren und „natürlich den nächsten Dreier landen“.

Abstände zu groß

Der Gegner SG Untertürkheim hat in dieser Saison ebenfalls einen großen, ausgeglichenen Kader zur Verfügung. „Jedoch sind derzeit auch einige Akteure im Urlaub, ich habe nicht die volle Truppe beisammen“, sagt SGU-Coach Theo Fringelis. So fehlten auch bei der 1:3-Auftaktniederlage bei Croatia wichtige Spieler. Gegen Cannstatt ändert sich das Bild des Kaders im Vergleich zur Vorwoche erneut, jedoch seien unter anderem Stürmer Kevin Schmieg, die Neuzugänge Luis Spayes (Defensive) und der spielstarke Sandro Freitas mit von der Partie. Auch wenn man gegen Croatia leer ausging, war Fringelis mit dem Auftritt seiner jungen Truppe zufrieden, sprach aber ein Manko während der Trainingswoche deutlich an. „Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren deutlich zu groß. Dadurch sind wir nicht in Zweikämpfe gekommen“, hat der Coach erkannt. Ein Problem, das bereits in der Vorbereitung auftrat, es aber schien, dass „wir es in den Griff bekommen hätten“. Gegen die offensivstarken Cannstatter sei besonders wichtig, „in die Zweikämpfe zu kommen und ihnen so den Schneid abzukaufen. Gelingt uns das, bin ich mir sicher, dass wir etwas mitnehmen werden.“

Respekt vor gegnerischem Trainer

Zufriedenheit herrschte bei Kerem Arslan, einem der beiden Spielertrainer von Türkspor Stuttgart, nach dem 3:1-Auftaktsieg beim TB Untertürkheim. „Wir hatten eine gute Struktur im Spiel, gut von hinten heraus kombiniert und auch diszipliniert gegen den Ball gearbeitet“, sagt Arslan. Zudem habe man seinen Spielern nach der langen coronabedingten Pause deutlich die Lust am Fußball spielen angesehen. Das hätte sich schon beim Treffpunkt bemerkbar gemacht. „Zehn Minuten vor dem eigentlichen Termin waren alle bereits da und man hat ihnen angemerkt, dass sie wollen und heiß sind.“ Personell hat Arslan noch lange nicht alle Mann an Bord, ist aber am morgigen Sonntag, 5. September, 15 Uhr, bei der Partie beim SV Vaihingen um eine sehr gute Alternative reicher. Nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Pokalspiel darf Marcel Avdic nun wieder auf Torejagd gehen. Das Ziel von Arslan und den Seinen ist klar: „Wir wollen den nächsten Dreier landen, sind meiner Meinung nach auch Favorit.“ Wobei der Türkspor-Trainer großen Respekt vor Vaihingen und dessen Trainer Stephan Tregel hat. „Eine junge, laufstarke Truppe, die von einem sehr guten Coach angeleitet wird. Er stellt sein Team immer bestens auf den Gegner ein.“

Erfahrung kommt dazu

Der TB Untertürkheim hat sich gegen Türkspor beim 1:3 gut verkauft, aber es an Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen. „Jugend forscht gegen abgebrühte Zocker“, fasst der neue TBU-Coach die Matthias Summer die Begegnung zusammen und ordnet sie unter „Lernprozess“ ein. „Wir hatten vielversprechende Ansätze, müssen vor dem Tor aber einfach konsequenter werden.“ Morgen, 15 Uhr, empfangen die Kicker vom Gehrenwald den TSV Musberg. Ebenfalls ein erfahrenes Team, das aber auch noch ohne Punkt dasteht. Doch ganz so „grün“ wie gegen Türkspor wird das Bild der TBU-Elf nicht sein. Denn mit dem wendigen Offensivspieler Janik Koziol, Stürmer Sascha Reußenzahn sowie Neuzugang Rick Hechenbruch und Mittelfeldstabilisator Philipp Pfeifer verfügt das TBU-Team nicht nur über mehr Alternativen, „sondern auch mehr Erfahrung“. Aus diesem Grund „wollen wir an die Leistung gegen Türkspor anknüpfen, uns noch etwas steigern und gewinnen“. Zum ersten Dreier der Saison soll auch Sandro Vukic betragen, der gegen Türkspor ein gelungenes Comeback feierte. „Nach seiner Einwechslung hat er unser Offensivspiel belebt und gezeigt, dass er nach fast zwei jähriger Pause wichtig für die Mannschaft sein wird.“

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