Zwei Bälle im Netz wären nicht so schlimm gewesen. Bei Türkspor landete das Leder ab 17 Mal im Tor. Foto: Torsten Streib/Torsten Streib

Bei der 1:17-Pleite standen hauptsächlich Akteure aus der Reserve auf dem Platz. Wegen Differenzen mit dem Vorstand weigerten sich die Spieler aus der Ersten zu spielen.

Bad Cannstatt - A m vergangenen Spieltag ist das eingetreten, was bereits vor zwei Wochen vielerorts vermutet wurde: Der überwiegende Teil der ersten Mannschaft von Türkspor Stuttgart schnürte nicht die Fußballschuhe. Das wird deutlich, wenn man nicht nur das Resultat vom Sonntag im Heimspiel gegen Beograd – eine deftige 1:17-Schlappe –, sondern auch die Mannschaftsaufstellung betrachtet. Nur drei Spieler standen auf dem Platz, die eine Woche zuvor mitwirkten. Und diese sind nicht die „Qualitätsspieler“, die zu Saisonbeginn noch im Aufgebot der ersten Mannschaft gelistet wurden, der man Titelchancen zutraute. Vergleicht man zudem die Aufstellung des Vorspiels, so wird deutlich, dass viele der Akteure Doppelschichten gefahren haben, sprich in der Zweitvertretung gegen die Waldebene Ost III (6:5 gewonnen) spielten und dann auch noch im A-Team gegen Beograd ran mussten. „Von einigen Spielern haben wir uns getrennt, anderen unsere Vorstellungen präsentiert und ihnen gesagt, sie könnten sich überlegen, ob sie weiter für Türkspor spielen wollen oder nicht“, sagt der Vorstand Ayhan Yildiz. Er geht davon aus, dass „rund fünf Spieler noch bleiben“ würden und so werde die Bezirksliga-Saison mit den anderen Akteuren, sprich denen aus der bisherigen zweiten Mannschaft weitergeführt. Genug Spieler stünden zur Verfügung, ist sich der Vorstand sicher. Derweil ist aber zu hören, dass Yildiz „Ende vergangene Woche zurückgedrehten ist“, sagt Nektarios Malamidis. Der Verteidiger berichtet, dass sich ein Großteil der ersten Mannschaft geweigert habe, anzutreten, so lange Yildiz noch Vorstand sei. „Es wurden Abmachungen, auch finanzieller Art, nicht eingehalten, weshalb wir nicht gespielt haben.“ Das bedeute aber nicht, dass die Bereitschaft weiterzumachen, nicht vorhanden sei. „Eben unter einem anderen Vorstand.“ Gleichwohl sagt Yildiz: „Ich bin nicht zurückgetreten, sondern habe nur gesagt, dass ich rund eine Woche fehle, da ich aus privaten Gründen in die Türkei muss“. Mit dem 2. Vorsitzenden Salih Sahin werde er nach seiner Rückkehr besprechen, wie es weitergehe.

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