Sideris Papadopoulos stoppt – hier eine Szene aus dem Vorjahr – den Ball. Er erzielte das einzige Tor für die SGU im Heimspiel gegen den TSV Rohr. Foto: /Holger Strehlow

Türkspor Stuttgart hat viele Verletzte zu beklagen und unterliegt im Heimspiel Croatia Stuttgart mit 1:2. Croatia einfach kaltschnäuziger.

Türkspor Stuttgart – Croatia Stgt. 1:2

Bad Cannstatt - Im dritten Saison-Spiel musste das ambitionierte Team von Türkspor Stuttgart bereits die zweite Niederlage einstecken. Eine Pleite, die auch dem Personal geschuldet sei, sagt einer der beiden Spielertrainer, Kerem Arslan. „Wir mussten auf sieben, teilweise hochkarätige Stammspieler verzichten, das lässt sich schwer kompensieren“, so Arslan, aus dessen Sicht aber ein 2:2 in Ordnung gegangen wäre. Doch die aggressiven und laufstarken Gäste nutzten eine 15-minütige Schwächephase der Hausherren eiskalt aus. Daniel Dominikovic zog in der 25. Minute aus 20 Metern ab und traf zum 1:0. Duje Tokic verwertete in der 39. Minute eine scharfe Hereingabe zum 2:0-Pausenstand für Croatia. In der zweiten Hälfte schalteten die Gastgeber einen Gang höher, bestimmtem laut Arslan das Geschehen und trafen auch. Haris Vrabec setzte sich auf der Außenbahn im Eins-gegen-Eins durch. Seine Hereingabe erreichte Mustafa Yesildaglar am Elfmeterpunkt und dieser schob den Ball überlegt zum 1:2 (65.) ein. Danach hatten die Gastgeber zwar die ein oder andere Möglichkeit zum Ausgleich, doch dieser fiel nicht mehr, weil die Gäste vor allem in der „Schlussphase auch sehr kompakt standen“.

SG Untertürkheim – TSV Rohr 1:3

Im Duell der beiden Aufsteiger musste die SGU laut Trainer Theo Fringelis „Lehrgeld bezahlen“. Die Gäste seien insgesamt abgezockter gewesen und hätten Fehler eiskalt ausgenutzt. Und bei den drei Gegentoren leistete die SGU tatkräftige Unterstützung in Form von groben Schnitzern. Dies nutzten Fabian Rück (9.), Kai Hauner (54.) und Sissoko Mamadou (78.) zu den drei Rohrer Treffern. Bei den Gastgebern keimte Hoffnung auf, als Ilyas Kabbadj in der 71. Minute im Strafraum gefoult wurde und der eingewechselte Sideris Papadopoulos zum zwischenzeitlichen 1:2 vom Punkt aus verwandelte.

Trotz der Niederlage war Fringelis mit der Darbietung seiner Truppe nicht unzufrieden. „Wir werden mit unserem jungen Team sicherlich noch häufiger Lehrgeld bezahlen müssen. Doch wichtig war, dass die Einstellung und die Laufbereitschaft gestimmt haben“, hat Fringelis erkannt. Jedoch hat der Coach auch erkannt, dass seinem Team gegen Rohr die Durchschlagskraft gefehlt habe, man sich kaum Chancen erarbeitete.

Bereits am kommenden Donnerstag (19.30 Uhr) hat die SGU im verschobenen Spiel beim punktlosen Schlusslicht TV89 Zuffenhausen die Chance, in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Da wollen und müssen wir punkten, um uns im Mittelfeld festzusetzen“, gibt Fringelis die Richtung an. Dann möglicherweise wieder mit Beteiligung von Abwehrspieler Moritz Zeh und Offensivmann Marco Miniussi, die gegen Rohr passen mussten.

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