Wer regelmäßig Bahnen und Busse im VVS nutz, erhält zum Jahresende einen Bonus. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Mit einem Treuebonus will der VVS den Abo-Kunden „Dankeschön“ dafür sagen, dass sie ihre Jahres- und Monatskarten in der Corona-Zeit nicht gekündigt haben. Doch wie kommen die Kunden an ihr Geld?

Stuttgart - Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) wird im Dezember den sogenannten Treuebonus an seine Abonnenten, also die Besitzer von Jahres- und Monatskarten, ausbezahlen. Der Aufsichtsrat des VVS hatte Ende Juli beschlossen, die von der Bundesregierung in der Corona-Krise beschlossene Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiterzugeben. Im Nahverkehr gilt der ermäßigte Steuersatz, der am 1. Juli von sieben auf fünf Prozent gesenkt wurde. Da es nicht sinnvoll sei, einzelne Fahrscheine um wenige Cent zu reduzieren, soll der Betrag den Dauernutzern zugutekommen, die dem VVS in den Corona-Monaten die Treue hielten. Wie hoch die Rückzahlung ist, hängt vom Umsatz in den nächsten Monaten ab. Allerdings rechnet die VVS-Spitze mit mindestens 15 Euro pro Abo. Ohne Scool-Abos und Studitickets gibt es 230 000 Abonnenten.

Aktion zur Kundengewinnung

Der Betrag soll im Dezember vergütet werden. Es ist also nicht nötig, dass sich Kunden schon jetzt an den VVS wenden. Zudem, so versichert der VVS, würden die Abo-Center oder der VVS direkt auf die Kunden zugehen. Zugleich will der Verbund zum Jahresende eine große Aktion zur Gewinnung von Neukunden starten, um die Nachfrage wieder anzukurbeln.

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