Foto: dpa/Patrick Seeger

Motorradfahrer freuen sich auf den Start in die neue Bike-Saison – besonders in Zeiten von Corona bieten die Ausflüge auf zwei Rädern ein Gefühl der Freiheit. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten.

Reutlingen - Viele Vergnügungen lässt die Corona-Krise derzeit nicht zu - umso mehr freuen sich die Motorradfahrer auf den Start der Saison. Fahrten ins Blaue sind im Südwesten derzeit erlaubt.

„Wenn die Biker alleine unterwegs sind oder eine Sozia dabeihaben und nicht im Rudel zusammenstehen, sagt keiner was“, erklärt Christian Wörner vom Polizeipräsidium Reutlingen. Absteigen und sich zur Unterhaltung zusammenstellen - etwa an Bikertreffs - dürfen sie wegen der Ansteckungsgefahr jedoch nicht. „Das wäre fatal. Ab dreiköpfigen Gruppen drohen Geldbußen von 100 bis 1000 Euro“, warnt Wörner.

Straßen sind weniger voll

Die Reutlinger Polizei ist für die vielen beliebten Kurvenstrecken hinauf auf die Schwäbische Alb zuständig. Sie verweist auf ein erhöhtes Unfallrisiko zum Saisonbeginn, wenn die Biker noch ungeübt sind und auch die Autofahrer sich wieder an die Motorräder gewöhnen müssen. Zudem sind die Straßen aufgrund der aktuellen Lage derzeit weniger voll. Dies könne manche dazu verleiten, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen.

Die Zahl der Motorradunfälle im Südwesten lag im vergangenen Jahr bei 4887 - laut Innenministerium ein Sechsjahrestief. Der weitaus größte Anteil mit rund zwei Dritteln war auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Die Zahl der Toten lag im Jahr 2019 bei 94.

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