Obertürkheims Foto: /Holger Strehlow

Die Fußballerinnen des VfB Obertürkheim verlieren nach starkem Spiel gegen den Regionalliga-Spitzenreiter SC Freiburg mit 0:1.

Obertürkheim - Auch aus Niederlagen kann man positive Dinge ziehen. Das weiß auch André König. Im Kreis seiner Fußballerinnen sprach ihnen der Coach des VfB Obertürkheim nach den 90 Minuten Mut für die kommenden, entscheidenden Spiele zu. „Wenn wir nach dieser Leistung nicht an uns glauben und mit Selbstvertrauen in die nächsten Begegnungen gehen, dann weiß ich auch nicht mehr“, so der Übungsleiter zu seinen völlig erschöpften Akteurinnen. Jedoch muss der Aufsteiger in den restlichen neun Partien einen Rückstand von sieben Punkten wettmachen. „Das ist der Worst Case, vielleicht steigt auch ein Team weniger ab“, weiß König. Würde sich der glückliche Umstand ergeben, so wären die Obertürkheimer „nur“ fünf Zähler von der künftigen Regionalliga-Zugehörigkeit entfernt.

VfB kämpft leidenschaftlich

Die abstiegsbedrohten Gastgeberinnen boten dem Tabellenführer SC Freiburg II einen sensationellen Kampf und hätten einen Punkt hochverdient gehabt. Auch SC-Trainer Malte Herberts lobte den Underdog: „Die Obertürkheimerinnen haben das echt gut gemacht, stark und leidenschaftlich verteidigt.“

Unterschätzt haben die Breisgauer laut Herberts die Kickerinnen von der Hafenbahnstraße indes nicht. „Da einige unserer Spielerinnen mit diversen Nationalteams, darunter auch zwei bei der deutschen U19, unterwegs waren, war uns klar, dass es deutlich schwieriger werden würde als in der Vorrunde beim 4:0-Sieg.“ So schwierig, dass ein Standard in der 83. Minute für das Tor des Tages zugunsten des Favoriten sorgen musste. Luca Marie Öhler brachte einen Eckball zielgenau auf den Kopf von Leonie Lorenz, die ihren Größenvorteil gegenüber einer VfB-Abwehrspielerin nutzte und zum 1:0-Endstand einköpfte.

Standardsituation entscheidend

Im ersten Abschnitt versuchten die Gäste noch spielerisch das von Vanessa Diehl sicher gehütete Tor in Gefahr zu bringen. Freilich, das gelang nur selten. Die VfB-Spielerinnen warfen sich in jeden Ball und die jeweils ballführende Freiburgerin wurde gleich von mehreren VfBler­innen bearbeitet. Nach der Pause war von Ordnung aufseiten der Freiburgerinnen nur noch wenig zu erkennen, während die Obertürkheimerinnen kämpferisch nicht nachließen. Einziges Manko: Hatte man die Möglichkeit, konstruktiv Richtung SC-Gehäuse zu spielen, wurde zu überhastet agiert und der Ball ging prompt wieder an die Gäste über. „Im Spiel nach vorne haben wir unsere Defizite, jedoch hat die Mannschaft sich heute sensationell verkauft“, lobte König nochmals.

VfB Obertürkheim: Vanessa Diehl; Lisa-Maria Diehl, Merten, Kratz, Heitzler (88 Marquardt) , Biermann (75. Dias Carlson), Strohm, Schwaab (60. Böpple), Fischer, Freier, Katrin Bubeck (71. Medwed).

Sportclub Freiburg II: Borggräfe; Seifriez (30. Lorenz), Nicole Eckerle, Kbida (65. Züfle), Bantle, Noemi Gentile, Fockers, Reinhardt, Öhler, Leymann, Slipcevic.

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