Wann dürfen Svenja Merten Foto: /Holger Strehlow

Lässt es die Pandemie zu, ist der Re-Start der Regionalliga-Fußballerinnen des VfB Obertürkheim gegen das Schlusslicht Crailsheim.

Obertürkheim - Wie schon nahezu das ganze Jahr über gibt Corona den Takt vor – auch im Sport. Viele Verantwortliche der Sportarten zerbrechen sich nach dem Teil-Lockdown und dessen Verlängerungen zum x-ten Mal den Kopf, ob und wann mit welchem Modus es zu schaffen ist, eine Saison zu Ende beziehungsweise zur Wertung zu bringen. In der Frauen-Regionalliga war das Kopfzerbrechen weniger schmerzhaft und kürzer, hat man doch bereits zum offiziellen Saisonstart im September einer möglichen Unterbrechung vorgebeugt. Der Spielmodus wurde von vorneherein umgestellt. Anstatt der traditionellen Spielform mit Vor- und Rückrunde wurden die 15 Teams in zwei so genannte Qualifikationsgruppen mit sieben beziehungsweise acht Teams eingeteilt. Gespielt wird mit Hin- und Rückrunde.

In der Siebenergruppe qualifizieren sich die ersten Drei, in der Achtergruppe die ersten Vier für die Aufstiegsrunde, die Teams dahinter treffen sich in der Abstiegsrunde wieder. Die Punkte werden jeweils mitgenommen, gespielt wird anschließend nur noch gegen die Mannschaften, mit denen man bislang noch nicht das Vergnügen hatte. Aufgrund der „Sparmaßnahmen“ in Sachen Spieltagen stehen die Fußballerinnen in der Regionalliga Süd – beteiligt sind die Verbände Württemberg, Hessen und Bayern – nicht derartig unter Zeitdruck wie die männlichen Kicker in den einzelnen Ligen.

Der Rahmenterminplan wurde angepasst, die geplante Wiederaufnahme zum Spielgerät – sofern es die Pandemie zulässt – ist für Sonntag, 28. Februar, terminiert. Dieser Termin ist gleichbedeutend mit dem siebten und letzten Spieltag der Vorrunde. Für die Frauen des VfB Obertürkheim beginnt der Re-Start mit einem Heimspiel gegen das punktlose Gruppen-Schlusslicht TSV Crailsheim. Die Quali-Runde hätte nach ursprünglichem Corona-Notfallplan am 11, April enden sollen. Schluss ist nun am 25. April. Am 9. Mai starten dann die jeweiligen Folgerunden, die planmäßig am 20. Juni zu Ende sein sollen – alles natürlich abhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie.

Bislang stellt sich die Situation für die VfB-Kickerinnen, die nur aufgrund des Saisonabbruchs 2019/20 ohne Absteiger in der Liga geblieben sind, in der Qualifikationsgruppe äußerst positiv dar: Man belegt den dritten Rang und ist derzeit auf Kurs Aufstiegsrunde. „Die Saison verlief bislang höchst erfreulich“, sagt denn auch VfB-Spielleiter Ralph Munz. Wobei die Teams bis zum Gruppenvorletzten FC Forstern maximal zwei Punkte voneinander trennen.

Sollte es am 28. Februar tatsächlich weitergehen, braucht man eine Vorlaufzeit von „mindestens drei Wochen“, weiß Munz. Doch die Obertürkheimerinnen werden das Training nicht unvorbereitet wieder aufnehmen. Trainingspläne wurden von Coach André König verteilt, zusätzlich gab es unter anderem „Therabänder, Medizinbälle und Gewichte für das Fitnesstraining zu Hause“. Bereits im ersten Lockdown habe sich das bewährt, die Spielerinnen die Vorgaben gut umgesetzt und haben sich damals „wieder sehr fit zum Trainingsstart präsentiert“.

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