Rosenstein-Skulptur aus dem Jahr 2018. Dieses Foto ist im Theaterhaus zu sehen. Foto: Jo Hinko (z)

Der Maler und Fotokünstler Jo Hinko hat auch in Bad Cannstatt Bäume fotografiert und zeigt ihren besonderen Reiz in einer Ausstellung im Theaterhaus auf dem Pragsattel.

Bad Cannstatt - Lauert da ein Fabelwesen, bereit zum Sprung? Nein, es ist eine alte Eiche. Der Baumriese im Rosensteinpark ist zur Skulptur geworden – in seinem zweiten Leben. Er ist umgestürzt, vermutlich bei einem großen Sturm oder Unwetter. Doch jetzt sieht er fast aus wie ein Tier, das sich erhebt. Der Künstler Jo Hinko lenkt den Blick darauf. Vielleicht möchte er auch Mut machen mit seinen Überlebensbäumen, weiter zu kämpfen und die Natur zu unterstützen. Hinko hat auch die vielfältige Natur im Kurpark von Bad Cannstatt fotografiert. Sein besonderer fotografischer Blick lässt den Zauber der Bäume neu erwachen und die Obacht wecken, sich für die Natur einzusetzen. Auch eine alte Pappel-Allee bei der Universität Hohenheim hat er vor die Linse genommen. Und die Trompetenbäume auf der Insel Mainau haben ihn inspiriert. Derlei und noch mehr gibt es in der aktuellen Ausstellung des 81-Jährigen im Theaterhaus zu entdecken.

Ein Fotokünstler, der auch malt

Die Ausstellung ist nicht nur eine besondere Foto-Natur-Dokumentation unter dem Titel „Überlebensbäume – Sculpturen der Natur“. Sie erzählt von der Überlebenskunst der Natur, aber auch von besonderen Naturereignissen, die die Bäume durchlebt haben.

Hinko zeigt seine Fotografien dort, wo er vor ein paar Jahren auch schon seine Fotos der sogenannten East-Side-Gallery gezeigt hat, die Fotografien von der Mauer in Berlin. Die Fotos von der Mauer sind 1990 entstanden im Jahr nach dem Mauerfall. Er hatte damals Fotos der Originalbilder der Mauer gemacht, die in der Zwischenzeit schon zweimal restauriert wurden. Hinko hat die Mauerkunst zur Fotokunst inspiriert, weil er selbst malerisch aktiv ist. Der gelernte Kaufmann ist im Burgenland (Österreich/Ungarn) geboren und hat schon als Kind viel gemalt. Er ist Mitglied der Ama-Gruppe im Europaint-Kunstverein in Esslingen und Mitglied im Verein KunstWerk Fellbach. Er malt gerne mit Eitemperafarben figürlich expressiv, aber auch Sportbilder, wie er berichtet. Auch die Bäume, die er jetzt fotografiert hat, inspirieren nicht nur Malerinnen und Maler.

„Überlebensbäume – Sculpturen der Natur“ ist aufgrund geringer Sommer-Veranstaltungen im Theaterhaus, Siemensstraße 11, bis Ende Oktober zu sehen. Eintritt frei. Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, von 11 bis 21 Uhr.