Sie wollen unbedingt in die EU: eine kurdische Familie aus dem Irak campiert seit etwa 20 Tagen in den Wäldern nahe der polnischen Grenze. Foto: AFP/Wojtek Radwanski

Die Migrationskrise zwischen Polen und Belarus spitzt sich weiter zu. Machthaber Alexander Lukaschenko beschimpft westliche Politiker als „Bastarde“. Die Flüchtlinge haben ganz andere Probleme: Sie müssen bei Minusgraden in den Wäldern verharren.

Warschau - Ein Mann ruft „Dawaj“. Dann fällt ein Schuss. Das polnische Verteidigungsministerium veröffentlicht am Mittwoch ein kurzes Video, das zeigen soll, wie belarussische Soldaten Warnschüsse abgeben. Angeblich um Migranten einzuschüchtern. Doch ist das so? „Dawaj“ ist zwar Russisch und heißt so viel wie „Los, macht!“ Aber der Schütze steht diesseits des Nato-Drahtes, den polnische Soldaten an der Grenze ausgerollt haben. Die Geflüchteten harren aber jenseits des Zauns aus. Ruft hier also ein Pole „Dawaj“ und schießt, um belarussische Soldaten der Aggression beschuldigen zu können? Das Video lässt viele Fragen offen, und unabhängige Beobachter dürfen sich in der abgeriegelten Zone noch immer kein eigenes Bild machen. Sicher ist nur, dass im Niemandsland inzwischen geschossen wird.

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