Migranten setzen von der Türkei nach Griechenland über. Foto: dpa/Emrah Gurel

Erdogan hat Europa in der Hand. Kurzfristig wird die Europäische Union nicht darum herumkommen, das Scheckbuch zu zücken. Es muss aber mehr als nur Geld fließen, kommentiert Christian Gottschalk.

Stuttgart - Die Reaktion kommt schnell, und sie ist ungenügend. Die europäische Grenzschutzbehörde Frontex hat Beamte und Material nach Griechenland auf den Weg gebracht, um den örtlichen Grenzbeamten unter die Arme zu greifen. Das ist bitter nötig, und es ist, so viel ist jetzt schon klar, viel zu wenig. Tausende von Syrern, Afghanen, Irakern und anderen Flüchtlingen haben sich bereits auf den Weg an die griechisch-türkische Grenze gemacht. In Zeiten, in denen sich schon Un- und Halbwahrheiten in Windeseile über die sogenannten sozialen Medien verbreiten, hat die Nachricht des türkischen Präsidenten die Menschen in Bewegung gebracht. Ziemlich klar hatte Recep Tayyip Erdogan formuliert, dass seine Grenzschützer die Flüchtlinge nicht mehr aufhalten wollen. Den mehr als 3,5 Millionen Flüchtlingen, die auf türkischem Boden ein elendes Dasein fristen, kann man es jedenfalls nicht verdenken, dass sie ihre Chance nutzen wollen, um weiter im Westen, weiter in Richtung EU ein besseres Leben zu finden.

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